19.02.2019 | 1. Mannschaft

Frischer Wind umweht die Rote Laterne

UNTER DER LUPE: Der 1.FC Nürnberg kommt nach Düsseldorf

Es ereignet sich beileibe nicht in jeder Bundesliga-Saison, dass beide Aufsteiger binnen sieben Spieltagen dem Tabellenführer a) ordentlich Paroli bieten und b) vier Punkte abluchsen. Der Fortuna – Ende Dezember in der heimischen Arena – und dem 1.FC Nürnberg – am Montagabend unter Flutlicht – ist genau das innerhalb der letzten zwei Monate gelungen. Den Franken brachte der Punktgewinn frischem Wind im Abstiegskampf, zumal er ein erfolgreiches Debüt für das neue Trainergespann darstellte.

12 Stunden des Wandels
Ereignisreiche Tage und Wochen liegen hinter dem 1.FC Nürnberg. In der Nacht vom 11. auf den 12. Februar beurlaubte der Aufsichtsrat Sportvorstand Andreas Bornemann, der mit dem Club im Sommer in die Bundesliga aufgestiegen war. Knappe zwölf Stunden später gab Aufsichtsratssprecher Dr. Thomas Grethlein auf einer Pressekonferenz bekannt, dass sich die Franken auch von Aufstiegstrainer Michael Köllner trennen. Als Interimstrainer fungiert seit knapp einer Woche Boris Schommers, der von Vereinslegende Marek Mintal assistiert wird.

90 Minuten Abwehrschlacht

Das Debüt des neuen Trainergespanns verlief am Montagabend erfolgreich. Im Max-Morlock-Stadion trotzten die „Clubberer“ Tabellenführer Borussia Dortmund ein 0:0 ab. Die Partie erinnerte durchaus an das Auswärtsspiel der Fortuna in Leverkusen vom Vortag: Der FCN stand hinten drin und verteidigte mit Mann und Maus das eigene Tor. Aufgrund eines couragierten Auftritts und einer starken Leistung von Torhüter Christian Mathenia gelang es den Nürnbergern trotz der drückenden Dortmunder Überlegenheit (17:7 Torschüsse, 72:28 Prozent Ballbesitz, 11:3 Ecken) einen Punkt im Frankenland zu behalten. Der Tabellenletzte hat dadurch neuen Mut für den Abstiegskampf schöpfen können.

2 Punkte Rückstand
Die letzten Wochen und Monate verliefen mehr als frustrierend für den 1.FC Nürnberg. Zwei Punkte aus den letzten neun Ligaspielen, seit dem 6. Spieltag sieglos und dazu das bittere Aus im DFB-Pokal beim Hamburger SV – so fällt das Resümee der Winter- und Herbstmonate aus. Dennoch: Im Abstiegskampf der Bundesliga ist noch lange nichts entschieden. Der Club hat nur zwei Punkte Rückstand auf Relegationsrang 16 (bei besserem Torverhältnis gegenüber dem VfB Stuttgart), auf den rettenden Platz 15, den derzeit der FC Augsburg belegt, sind es ebenfalls lediglich fünf Punkte. Allerdings warten schwierige Wochen auf Nürnberg: Nach dem Auswärtsspiel in Düsseldorf geht es vor der Länderspielpause noch gegen die Teams aus Leipzig, Hoffenheim und Frankfurt. Die direkten Duelle gegen Augsburg und Stuttgart stehen am 27. und 28. Spieltag an und könnten entscheidenden Charakter haben.

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