19.05.2019 | 1. Mannschaft

Tradition, Gratulation – und ganz viel Emotion

IM FOKUS: Beim Saisonfinale gegen Hannover war auf und neben dem Rasen eine Menge los

Neun! Noch einmal: NEUN Heimsiege hat Fortuna Düsseldorf in der Bundesliga-Saison 2018/19 eingefahren. Dieser Wert wird in der Bundesliga nur von den drei Spitzenteams aus München, Dortmund und Leipzig überboten und ist selbst in der traditionsreichen Fortuna-Historie rar gesät. Letztmals gelang einer Düsseldorfer Mannschaft dieser Wert in der Bundesliga vor 35 Jahren in der Saison 1983/84.

Im Fokus stand während und nach der Partie gegen Hannover 96 allerdings eindeutig nicht der statistische Wert des neunten Heimsiegs, nein, vielmehr waren es die Emotionen, die er mit sich brachte. Doch dazu später mehr. Denn bereits vor der Partie gegen die Hannoveraner bewies der Traditionsverein aus Flingern, warum er ein so besonderer Club ist.

Eine besondere Fortuna-Elf unter den Augen ihrer Vorgänger
Es ist vielleicht ein wenig zu früh, um die aktuelle Fortuna-Mannschaft als eine große in der Vereinsgeschichte einzuordnen – wenngleich sie in dieser Bundesliga-Saison Bestmarke um Bestmarke setzen konnte. Ihre Partie gegen Hannover 96 wurde von ehemaligen Fortunen begleitet, die sich diesen Status durchaus ans Revers heften dürfen. Die Aufstiegsmannschaften von 2004 und 2009 besuchten die Partie geschlossen – genau wie das Team von 1979, das bekanntlich das Europapokalfinale in Basel denkbar knapp gegen den FC Barcelona verlor, im gleichen Jahr allerdings DFB-Pokalsieger wurde. Die alten Recken um Ehrenspielführer Gerd Zewe waren kurz vor dem Anpfiff im Innenraum zu Gast.

Zwei gute Gründe für Gratulationen
Nicht nur bedingt durch die 1979er-Mannschaft war vor dem Anpfiff im Innenraum besonders viel los. Auch Fortunas Handball-Damen schauten vorbei – und nahmen viele, viele Glückwünsche entgegen. Anlass dafür: Der Aufstieg in die 3. Liga vor wenigen Tagen. Apropos Gratulation: Vor der Partie wurden auch die Sieger des Fanschal-Wettbewerbs ausgezeichnet. In Zukunft werden die Designer ihre Modelle, die es in die Fanshops der Fortuna geschafft haben, sicher häufiger im Stadion zu Gesicht bekommen…

Eine Verneigung und große Emotionen
Es ist nicht unüblich, dass sich Teams nach dem letzten Spieltag von ihren Fans verabschieden – doch wohl jeder im Stadion hatte den Eindruck, dass nach dieser grandiosen Saison eine besondere Stimmung in der Arena herrschte. Die Fortuna-Mannschaft machte sich nach Abpfiff mit einem Banner auf den Weg auf eine Ehrenrunde, die vor der Südtribüne endete – wo sich die Fans, wie auf einem großen Spruchband zu lesen war, vor den Spielern verneigten. Dann richteten Cheftrainer Friedhelm Funkel und Spielführer Oliver Fink kurze Worte an die Fans, von denen kaum einer das Stadion verlassen hatte.

Anschließend wurde jeder einzelne Spieler aufgerufen und mit großem Applaus bedacht. Besonders die letzten sechs Namen wurden gefeiert: Die Verträge von Jaroslav Drobny, Markus Suttner, Dawid Kownacki, Marcin Kaminski, Takashi Usami und Dodi Lukebakio laufen bekanntlich aus und so wurden diese Spieler besonders euphorisch von ihren Anhängern bejubelt – auch wenn es Hoffnung gebe, den ein oder anderen auch im nächsten Jahr im Fortuna-Trikot zu sehen, wie Sportvorstand Lutz Pfannenstiel sagte.

So durfte sich jeder Fortune beim Verlassen des Stadions die gleiche Frage stellen: Ist man nun froh, dass diese Saison auf einem fantastischen zehnten Platz beendet wurde? Oder schwingt auch etwas Wehmut mit, weil man dieser tollen Mannschaft gerne noch weiter zugesehen hätte? So oder so: Wie besonders diese Bundesliga-Spielzeit 2018/19 war, hat der letzte Spieltag einmal mehr unter Beweis gestellt.

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