07.06.2019 | 1. Mannschaft

Ein Solo-Lauf über 60 lange Meter

FORTUNA-MOMENTE 2018/19 – Teil 12: Kenan Karamans Geniestreich gegen Werder Bremen

Den Klassenerhalt bereits eingetütet, haute die Fortuna auf ihrer „Zusatztournee“ im Endspurt der Bundesligasaison 2018/19 noch einen raus. Vor heimischer Kulisse wurden am 31. Spieltag die europäisch ambitionierten Bremer mit 4:1 (2:0) bezwungen. In besonderer Erinnerung blieb ein Laufweg über 60 Meter, der auf den Rängen für Staunen und positives Entsetzen sorgte.

Auf der Tribüne riefen Teile der Fans „Lauf, Kenan, lauf!“ – manch anderer wiederum: „Spiel ab, Kenan, spiel ab!“. Dass sich Fortunas Offensivspieler Kenan Karaman in diesem Moment für die erstgenannte Option entschied, erwies sich schlussendlich als richtige Entscheidung, als er seinen sensationellen Solo-Lauf in Richtung Bremer Tor vollendete und die Düsseldorfer Arena in ein Tollhaus verwandelte.

Grund genug, dies noch einmal nachzuerzählen: Mit einem Ballgewinn von Adam Bodzek auf Höhe der Mittellinie nahm es wortwörtlich seinen Lauf. Karaman sprintete an Freund und Feind vorbei und stieß in den Strafraum der Grün-Weißen vor. Dort ließ er zwei weitere Gegenspieler ins Leere laufen und schob die Kugel an Jiri Pavlenka vorbei ins Netz. „Ich habe es mir einfach zugetraut und dachte mir: Heute musst du mal einen raushauen. Als Stürmer willst du immer treffen und wenn du dann so belohnt wirst, ist es umso schöner“, sagte Karaman nach der Partie.

Der zweite von insgesamt drei Saisontreffern des türkischen Nationalspielers sollte bei diesem Achtungserfolg von seiner Schönheit her nicht mehr übertroffen werden. „Es ist absolut das schönste Tor in diesem Spiel gewesen“, musste Rouwen Hennings eingestehen, der selbst nach Vorarbeit von Karaman treffen konnte. Umso verdienter war es, dass dieser Treffer im Anschluss auch in die Wahl zum „Tor des Monats April“ der ARD-Sportschau aufgenommen wurde.

ANGEBERWISSEN: Vor dem zwischenzeitlichen 2:0 durch Karaman erzielte Benito Raman den Führungstreffer in Rekordzeit. Bereits nach 48 Sekunden schlug der Schuss des belgischen Flügelflitzers im Bremer Netz ein. Es war das schnellste Tor der F95-Bundesligaspielzeit. 

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