14.03.2020 | Traditionsmannschaft

Wiedersehen nach langer Zeit mit Amand Theis

Treffen der Alt-Fortunen

Ende Februar fand erneut das traditionelle Treffen von ehemaligen und noch aktiv am Vereinsleben beteiligten Fortunen statt. Im „Bastians“ am Carlsplatz kam ein knappes Dutzend an früheren Akteuren zusammen, die einst das F95-Logo auf der Brust trugen. Unter ihnen war ein besonderer Gast, der nach vielen Jahren mal wieder den Weg von seinem Wohnort Dortmund nach Düsseldorf gefunden hatte: Amand Theis.

In seiner aktiven Zeit galt der einstige Juniorennationalspieler als harter Hund seiner Zunft. Vier Jahre lang sorgte der kompromisslose Abräumer in Fortunas Hintermannschaft für Ruhe - oder eben für Unruhe bei seinen Gegenspielern. Zwischen 1980 und 1984 absolvierte der heute 70-Jährige 127 Pflichtspiele für die Rot-Weißen, in denen er elf Tore schoss - unter anderem in der Bundesliga, im DFB- und Europapokal. In Anspielung auf ein T-Shirt, das vor mehr als einem Jahrzehnt ihm und seinen beiden Verteidiger-Kollegen Peter Löhr (1980-85) und Günter Kuczinski (1980-86) gewidmet war und auf dem er als „Holz“ bezeichnet wurde, bekannte er am Rande des Treffens offen und ehrlich: „Die Bezeichnung Eisen trifft wohl eher auf mich zu!“ Schließlich galt er als würdiger Nachfolger von „Eisenfuß“ Heiner Baltes.

Vertragsverlängerung nach dem Saunagang

Von Borussia Dortmund war der gebürtige Westerwälder 1980 an den Rhein gekommen. Unter den Cheftrainern Otto Rehhagel, Heinz Höher, Jörg Berger und Willibert Kremer gehörte er stets zur Stammformation. Doch einmal stand ein Auslaufen seines Vertrags im Raum und es war nicht klar, ob der Kontrakt nochmals verlängert werden würde. „Also bin ich am Sonntagmorgen nach dem Auslaufen in die Sauna gegangen und habe mir eine Schwitzjacke angezogen. Benno Beiroth (damaliger Lizenzspieler-Obmann, Anm. d. Red.) kam rein und ging direkt wieder raus“, berichtet er über die kurze Zusammenkunft, über die er sich in dem Moment keine Gedanken gemacht hatte. „Etwas später auf der Geschäftsstelle waren er und Manager Werner Faßbender dann voll des Lobes und meinten, dass bei solch einer Einstellung eines Spielers einer Vertragsverlängerung nichts mehr im Wege stünde“, schmunzelt er noch Jahrzehnte danach im Rückblick. Nach der Saison 1983/84 beendete Theis seine aktive Laufbahn.

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