03.03.2019 | 1. Mannschaft

„Es ist nie gut, nur an sich zu denken“

Dawid Kownacki erzielt seine ersten zwei Bundesliga-Tore

Vor zwei Wochen das Bundesliga-Debüt in Leverkusen. Vor einer Woche das Startelf-Debüt gegen Nürnberg. Aber nach dem Auswärtsspiel auf Schalke ist Winterneuzugang Dawid Kownacki endgültig bei Fortuna Düsseldorf und in der Bundesliga angekommen. Der polnische Nationalstürmer absolvierte die kompletten 90 Minuten und erzielte seine ersten beiden Tore für F95 – und das auf einer auf den ersten Blick ungewohnten Position.

Dodi Lukebakio hat in dieser Saison schon auf den Flügeln gespielt, lief auf Schalke aber als einzige Sturmspitze auf. Dawid Kownacki hingegen wurde von Friedhelm Funkel in seinen ersten beiden Bundesliga-Spielen im Sturmzentrum eingesetzt, kam am Samstag aber über die linke Außenbahn. „Ich habe da schon öfter gespielt und ich mag die Position. Wenn man auf Außen den Ball bekommt, hat man mehr Platz.“

Genau das war der Matchplan von Cheftrainer Friedhelm Funkel – und genau das ist perfekt aufgegangen. Vor der Elfmetersituation schickte Kownacki Benito Raman, sein belgisches Pendant auf dem rechten Flügel, auf die Reise, der den Handelfmeter zum 1:0 herausholte. Beim 2:0 lief es umgekehrt: Raman spielte einen mustergültigen Pass auf Kownacki, der im Eins-gegen-Eins mit S04-Torwart Alexander Nübel die Nerven behielt. „Es war ein tolles Zuspiel. Benito und ich haben beide Tempo – das hat gut geklappt“, bewertete Kownacki die Leistung der belgisch-polnischen Flügelzange.

Doch auf die Offensivspieler der Flingeraner zeichneten sich in Gelsenkirchen durch ihre Defensivarbeit aus. Immer wieder ackerten sie tief in der eigenen Hälfte, um ihre Mannschaft zu unterstützen. „Daniel Caligiuri war mehr Außenstürmer als Verteidiger“, erklärte Kownacki, „deswegen habe ich neben Niko Gießelmann manchmal als zweiter Außenverteidiger gestanden“. Dass in Funkels Mannschaft jeder für jeden arbeitet, war für Kownacki ein Schlüssel zum Sieg: „Das Team ist das wichtigste – und so hat jeder einzelne gedacht! Alle wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen.“

Deswegen wollte der 21-Jährige seine ersten beiden Bundesliga-Tore auch nicht allzu hoch hängen. „Natürlich bin ich froh darüber – aber so läuft es im Fußball: Wenn du für die Mannschaft arbeitest, gibt die Mannschaft dir immer etwas zurück. Es ist nie gut, nur an sich zu denken.“ Eine Lektion, die in Funkels Mannschaft jeder verinnerlicht hat.

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