27.01.2014 | Verein

Fortuna Düsseldorf und Ipswich Town

Planungen für ein Testspiel im Sommer laufen

Schon seit 2006 reist regelmäßig eine Gruppe Fortuna-Fans nach England, um sich Spiele von Ipswich Town anzusehen. Auf diesen Touren haben die Düsseldorfer auch Bekanntschaft mit „The tractor boys“, den Fans von Ipswisch Town, gemacht. Die Sympathie füreinander ging soweit, dass nicht nur eine Düsseldorfer Gruppe jährlich mindestens ein Mal auf der Insel zu Gast ist, sondern auch die Engländer den Traditionsverein aus Flingern schon mehrfach unterstützt haben. Zuletzt statteten sie der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt beim letzten Bundesliga-Heimspiel gegen den 1.FC Nürnberg einen Besuch ab, die F95-Anhänger waren letztmals vor gut zwei Wochen im Osten Englands. Der Verein begrüßt die entstandene Fan-Freundschaft und plant im Sommer eine erneute Zusammenkunft, dann nämlich im Rahmen eines Testspiels zwischen beiden Clubs.

Schon im Jahr 2004 hatte Organisator Ulli Münsterberg mit dem Projekt begonnen, im Januar 2006 machte er sich mit einigen Gleichgesinnten erstmals auf den Weg auf die Insel, um sich eine Partie von Ipswich Town anzusehen. Schon damals war klar, dass dieser Besuch nicht der letzte sein würde. Im Laufe der Jahre entwickelte sich zwischen den Düsseldorfer Fußballfreunden und denen von Ipswich Town eine echte Freundschaft, sodass man sich in den Folge-Spielzeiten mindestens ein Mal im Jahr gegenseitig besuchte. Am 10. Januar dieses Jahres startete eine erneute Tour, an der 117 F95-Fans teilnahmen – so viele wie bisher noch nie. Unter den Teilnehmern war unter anderem auch die Fortuna-Legende Egon Köhnen. Neben einem Besuch im Radiostudio des englischen Senders BBC gab es nach der Partie zwischen Ipswich und den Queens Park Rangers (0:3) ein Treffen in der „Legends Bar“, in der sich auch einige Ex-Spieler von Ipswich den Fans präsentierten.

Der englische Sender BBC hatte schon in den vorherigen Jahren mehrfach über das Projekt berichtet. 2004 gab Münsterberg der BBC London ein langes Interview, in dem er seine Idee vorstellte. Auch in der Sendung „BBC 5 Live Sports“ und im Ipswich Star, der dort ansässigen Tageszeitung, wurde die Verbindung zwischen Fortuna-Fans und Anhängern von Ipswich Town schon diverse Male thematisiert.
Die Vereinsverantwortlichen der Fortuna begrüßen die Fan-Freundschaft beider Anhänger-Gruppen und sind in der Planung, in der kommenden Sommer-Vorbereitung ein Testspiel zwischen beiden Clubs durchzuführen.

Peter Frymuth, Vorstandsvorsitzender der Fortuna: „Paul Jäger und ich beobachten die Entwicklung dieser Fanfreundschaft schon seit einigen Jahren und sind beeindruckt, wie es unter der Koordination von Ulli Münsterberg gelungen ist, mittlerweile mit über 100 Fortuna-Fans diese Fanreisen durchzuführen. Dieses Beispiel macht deutlich, dass nicht nur wirtschaftlicher und sportlicher Erfolg, sondern auch Tradition das Bindeglied im Fußball darstellen kann und engagierte Fans die hervorragenden Botschafter eines Vereins sein können.“

Info Ipswich Town:

Wie die Fortuna hatte auch Ipswich Town seine erfolgreichste Zeit Ende der 1970er, Anfang der 1980er Jahre. Neben dem FA-Cup wurden auch zwei Vize-Meisterschaften errungen. In dieser Zeit hätten sich beinahe auch die Wege der beiden Traditionsclubs gekreuzt. In der Saison 1978/79 nahmen beide Vereine am Europapokal der Pokalsieger teil. Während Ipswich Town im Viertelfinale am FC Barcelona scheiterte, unterlagen die Rot-Weißen dem spanischen Top-Club bekanntlich erst im Endspiel. Inzwischen spielt Ipswich Town – auch dies ist eine Parallele zur Fortuna – in der zweithöchsten Spielklasse.

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