04.08.2013 16:00 Uhr1. Runde, DFB-Pokal

Fortuna aus dem DFB-Pokal ausgeschieden

Die Fortuna ist schon in der ersten Runde des DFB-Pokals ausgeschieden. Gegen den Regionalligisten SC Wiedenbrück 2000 unterlag die Mannschaft von Cheftrainer Mike Büskens mit 0:1. In der 90. Minute sorgte Marwin Studtrucker für die Entscheidung per Foulelfmeter.

  • SC Wiedenbrück : Fortuna Düsseldorf
    1 : 0
    (0:0)
    1:0 Studtrucker (90., Foulelfmeter) -
    Wiedenbrück vs. Fortuna

    1:0

    (0:0)

    1:0 Studtrucker (90., Foulelfmeter) -
  • (Foto: Christof Wolff)

  • (Foto: Christof Wolff)

  • (Foto: Christof Wolff)

  • (Foto: Christof Wolff)

  • (Foto: Christof Wolff)

Schon nach zwei Minuten versuchte Axel Bellinghausen es aus großer Distanz, doch sein Versuch aus rund 45 Metern ging knapp am Winkel vorbei. Die dickste Möglichkeit des ersten Durchgangs hatte Neuzugang Charlison Benschop, der das Leder vollkommen freistehend aus elf Metern über das Gehäuse der Gastgeber drosch. Doch der Torschütze aus dem Rheinderby haderte nicht lange, sondern setzte seinen Sturmpartner Stefan Reisinger in Szene. Gegen den Schuss des Bayers konnte jedoch der Wiedenbrücker Schlussmann Marcel Hölscher klasse mit dem Fuß abwehren (31.).

Kurz vor der Pause wieder Benschop im Blickpunkt – sein Abschluss aufs kurze Eck wurde jedoch noch zur Ecke abgewehrt (45.). Die Fortuna hatte in der ersten Hälfte zwar alles im Griff, konnte aber keine ihrer großen Möglichkeiten nutzen, sodass es torlos in die Kabine ging. Dort reagierte Cheftrainer Mike Büskens, nahm Reisinger vom Feld und brachte Levan Kenia.

Der Georgier brachte sich direkt gut ein: Seinen Freistoß köpfte Benschop aber in die Arme von Hölscher (47.). Auch kurz nach dem Wechsel erspielten sich die Rot-Weißen Chance um Chance: Wieder konnte sich Benschop durchsetzen, prüfte den Schlussmann des Regionalligisten und Bellinghausen traf aus sechs Metern nicht das leere Tor, sondern nur das Außennetz (49.). Auf einmal kam der Underdog immer besser ins Spiel: So hatten Abwehrchef David Czyszczon und Marwin Studtrucker innerhalb von einer Minute zwei große Chancen nach Ecken (61.). Der SCW hat dadurch Blut geleckt: Fehler von Dustin Bomheuer und Stefan Langemann schoss knapp am langen Eck vorbei (63.). Mitte der zweiten Hälfte war die Partie plötzlich vollkommen offen, der Außenseiter sogar am Drücker.

Dann aber doch wieder eine gute Aktion der Düsseldorfer: Mathis Bolly setzte sich glänzend auf der rechten Seite durch, fand in der Mitte Bellinghausen, der aber mit seiner Direktabnahme in Hölscher seinen Meister fand (75.). In der Nachspielzeit dann der Nackenschlag für die Fortuna: Nach einem dicken Patzer von Levels hielt dieser seinen Gegenspieler fest und sah die Rote Karte. Den anschließenden Elfmeter versenkte Marwin Studtrucker eiskalt zur Entscheidung.

Damit ist die Fortuna - wie zuletzt in der Saison 2010/2011 - leider schon in der 1. Runde aus dem DFB-Pokal ausgeschieden.

Mike Büskens: "Wir haben die vermeintliche Überlegenheit nicht in Tore ummünzen können. Die guten Gelegenheiten, die wir hatten, konnten wir nicht nutzen. Dann ist es so, dass der Regionalligist mit jeder Minute, die es 0:0 stet mutiger. Für diesen Mut wurden sie belohnt. Wir hätten den Ball, der zum Elfmeter führt, leicht verteidigen können, haben aber nicht richtig kommuniziert. Dafür wurden wir dann bestraft."

Theo Schneider, Trainer SC Wiedenbrück: "Wir haben in der Anfangsphase sehr nervös agiert. Da hatten wir Glück, dass Düsseldorf die großen Chancen nicht genutzt hat. Aber auch schon im Verlauf der ersten Hälfte haben wir uns stabilisiert. Mit ein bisschen Glück haben wir uns in die Pause gerettet. Dann habe ich den Jungs gesagt, dass alles möglich ist. Wir haben im zweiten Durchgang immer mehr Zugriff bekommen. Wir haben eine Unaufmerksam in der Defensive der Fortuna genutzt. So entstehen Pokal-Überraschungen. Ich muss meiner Mannschaft ein Riesen-Kompliment machen."

Stefan Reisinger: „Wir sind alle sehr enttäuscht. Wir haben es nicht geschafft, unser Spiel aufzuziehen und in Führung zu gehen. So ist es im Pokal: Je länger es 0:0 steht, desto schwieriger wird es. Dass wir dann in der letzten Minute einen Elfmeter gegen uns bekommen, ist unheimlich bitter.“

Axel Bellinghausen: „Wir haben sicher nicht den Fehler gemacht, Wiedenbrück zu unterschätzen. Alleine ich habe drei Möglichkeiten, um das 1:0 zu erzielen. Und dann entwickelt sich solch ein Spiel so. Eine plausible Erklärung kann ich dazu nicht liefern.“

Mathis Bolly: „Alles ist schief gelaufen. Das Problem war, dass wir Wiedenbrück ins Spiel kommen lassen haben. Es tut mir sehr leid – vor allem für unsere Fans, die für eine tolle Stimmung gesorgt haben.“

Wolf Werner, Vorstand Sport: „Dafür gibt es keine Erklärung. Wir haben keine Einstellung zum Spiel und zum Gegner gefunden. Das ist vollkommen inakzeptabel. Es gab vor dem Spiel eine sehr gute Ansprache, sodass es nicht hätte passieren dürfen. Alle Feldspieler müssen heute mit ihrer Leistung unzufrieden sein.“

Spiele der Teams

Datum Heim Gast Erg. Ber.
1. Runde DFB-Pokal
04.08.13, 16:00 Uhr SC WiedenbrückWiedenbrück - Fortuna DüsseldorfFortuna 1 : 0

Aufstellung:

SC Wiedenbrück

HölscherVolkmerCzyszczonSumelkaRogowskiZechStrickmannBrisevacStudtruckerLangemann (90. Njambe)Dayangan (77. Knetsch)

Gelbe Karten

Dayangan

Trainer

Theo Schneider

Fortuna Düsseldorf

GieferBalogunLevelsBomheuerRamírezBolly (87. Omae)LambertzBodzekBellinghausen (90. Wegkamp)Reisinger (46. Kenia)Benschop

Gelbe Karten

Balogun

Rote Karten

Levels (90., Notbremse)

Trainer

Mike Büskens


Stadion:

Heidewaldstadion Gütersloh


Zuschauer

6850


Schiedsrichter

Arno Blos



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