25.02.2020 | Ü60 Club

Führung im Reinbahn-Betriebshof

An alter Wirkungsstätte eines Fußball-Weltmeisters

Mitte Februar machten einige Mitglieder aus Fortunas Ü60 Club einen historischen Ausflug. Es ging nach Bilk in den Rheinbahn-Betriebshof. Damit wurden die Teilnehmer Augenzeuge eines ansonsten gut behüteten Geheimnisses aus dem Karneval und konnten sich die ehemalige Arbeitsstätte eines Fußball-Weltmeisters von 1954, dem „Teufelskerl“ von Bern, anschauen.

Bereits im Jahr 1908 wurde das Straßenbahndepot „Am Steinberg“ in Betrieb genommen. 1911 wurden zusätzliche Hallen angebaut. Noch vor nicht einmal einem Jahrzehnt, bis zum 12. Juni 2011, war dieser bis zu seiner Stilllegung der älteste noch genutzte Betriebshof. Das älteste Fahrzeug, ein Triebwagen 583, stammt aus dem Jahr 1921 und feiert damit bald seinen 100. Geburtstag! Heutzutage werden alle Bahnen, die dort noch untergestellt sind, angefangen von den historischen Straßenbahnen bis hin zum modernen Niederflurfahrzeug, als Partybahn oder eben für historische Fahrten benutzt.

Nur gucken und nichts verraten!

Außerdem beherbergt der Standort ein gut behütetes Geheimnis aus dem Düsseldorfer Karneval. Denn ein Teil der Hallen wird von den Karnevalsvereinen angemietet, um dort ihre Mottowagen zu bauen, anzustreichen und unterzustellen. Erst am Rosenmontag werden die Hallentore geöffnet und die bunten und oftmals politischen Karikaturen auf vielen Rädern der jecken Öffentlichkeit beim Zoch präsentiert.

Arbeitsplatz von Toni Turek außerhalb des Strafraums

Für Fußball- und Fortunafans war aber mindestens genauso wichtig und erstaunlich die Tatsache, dass noch während seiner aktiven Zeit, also auch im Jahr des „Wunders von Bern“ 1954, ein gewisser Fußballtorhüter namens Anton „Toni“ Turek bei der Rheinischen Bahngesellschaft - der heutigen Rheinbahn AG Düsseldorf – beschäftigt war und einem ganz normalen Beruf nachging. Und das bis zum Jahr 1977, ehe er krankheitsbedingt in den vorgezogenen Ruhestand ging.

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