17.09.2015 | Verein

„Flüchtlingshilfe zählt mehr als ein Boykott“

Keine Schärfung des Vereinsprofils auf Kosten der Willkommenskultur gegenüber Flüchtlingen

In diesen Tagen beschäftigen sich die Verantwortlichen von Fortuna Düsseldorf intensiv mit der vom DFL-Premiumpartner Hermes initiierten Aktion am kommenden Spieltag. Auch den offenen Brief von Teilen der aktiven Fanszene hat der Verein zur Kenntnis genommen und nimmt diesen sehr ernst. Der Vorstand von Fortuna Düsseldorf nimmt zu diesem Thema wie folgt Stellung:

  • In den letzten Monaten lud die Fortuna schon mehrfach Flüchtlinge zu Heimspielen in die ESPRIT arena ein.

„Schon seit vielen Jahren unterstützt die Fortuna zahlreiche soziale Projekte und dabei Menschen, die auf verschiedenste Art und Weise in Not geraten sind. Damit unterstreichen wir, dass wir uns unserer sozialen Verantwortung mehr als bewusst sind und dies in zahlreichen Projekten und Aktivitäten regelmäßig leben. In diesem Rahmen haben wir in den letzten Wochen und Monaten mehrfach gezeigt, dass es bei uns eine aufgeschlossene und nachhaltige Willkommenskultur gegenüber Flüchtlingen gibt. Das verdeutlichen zum einen unsere mehrfachen Einladungen von Schutzsuchenden zu unseren Heimspielen. Darüber hinaus bieten wir schon seit mehreren Wochen ein regelmäßiges Training für Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingsfamilien in unserem Nachwuchsleistungszentrum an.

An diesem Spieltag steht für uns die erneute Unterstützung der Aktion ‚Düsseldorfer Kultur und Sport für Humanität, Respekt, Vielfalt‘ im Vordergrund. Wir verdeutlichen damit einmal mehr, dass bei Fortuna Düsseldorf Intoleranz, Gewalt, Hass und Fremdenfeindlichkeit keinen Millimeter Platz haben. Schon am heutigen Donnerstag wird ein Plakat mit dem Schriftzug ‚Düsseldorfer Kultur und Sport für Humanität, Respekt, Vielfalt‘ während des Abschlusstrainings der Fortuna im Arena-Sportpark zu sehen sein. Außerdem wird am Freitag der gesamte Kader vor dem Auswärtsspiel beim VfL Bochum während des Aufwärmens T-Shirts mit besagtem Slogan tragen.

Aktionen, bei denen die Willkommenskultur von Flüchtlingen im Vordergrund steht, heißen wir grundsätzlich gut. Der inhaltliche Aspekt der vom DFL-Premiumpartner Hermes initiierten Aktion am kommenden Spieltag ist daher in unserem Sinne – genauso ist die Solidarisierung der Profivereine aus der 1. und 2. Bundesliga in vielen Fragen ein wichtiges Gut, das auch im Rahmen einer solchen Aktion nicht gefährdet werden darf. Wir unterstützen das Statement ‚Refugees welcome‘, das bei aller verständlicher und auch von uns als Vorstand mitgetragener deutlicher Kritik am Verhalten des dritten Aktionspartners im Vordergrund stehen sollte. Wir möchten allerdings in dieser Frage nicht unser Profil als Verein auf Kosten der Flüchtlingshilfe schärfen.

Wir als Vorstand stehen bei aller berechtigter Kritik am Vorgehen einer Boulevard-Zeitung für die Willkommenskultur gegenüber Flüchtlingen – Flüchtlingshilfe zählt mehr als ein Boykott.

bundesliga.de

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