„Jeder Fehler wurde gnadenlos bestraft"
MIXED ZONE: Die Stimmen zu #F95BSC
Die Heimserie der Fortuna endet mit einem bitteren 2:5 gegen die Hertha. Hier kommen die Stimmen der Trainer und Spieler.
Markus Anfang, Cheftrainer: „Gratulation an die Hertha. So ein Spiel habe ich als Cheftrainer selten erlebt. Wir sind 1:0 in Führung gegangen und richtig gut ins Spiel gekommen. Danach haben wir einen Querpass nicht an den Mann bekommen und die Latte getroffen. Da hätten wir das zweite und dritte Tor machen können. Stattdessen kassieren wir mit der ersten Chance des Gegners das 1:1. Es war eine brutale Effizienz der Hertha. Jeder Fehler, den wir gemacht haben, wurde gnadenlos bestraft. Das ist der Unterschied. Wir wussten, wir werden viele Spielanteile haben und auf Umschaltmomente des Gegners reagieren müssen. Wir haben es gegen diese Top-Offensive aber nicht geschafft, das zu verteidigen. Dann stand es plötzlich 1:4. Die Jungs haben sich trotzdem nicht hängenlassen. Ich habe keine Katastrophen-Leistung von ihnen gesehen, aber es tut natürlich trotzdem wahnsinnig weh, wenn du so viele Gegentore bekommst. Wir müssen daraus lernen. Es ist auch eine Lehrstunde für die jungen Kerle. Wenn du so viele Chancen zulässt, darfst du dich nicht wundern, dass du das Spiel so verlierst. Jetzt heißt es, zu regenerieren und hoffentlich den einen oder anderen Spieler in der Länderspielpause zurückzubekommen. Wir werden weiter zusammenhalten und auswärts wieder angreifen.“
Stefan Leitl, Trainer Hertha BSC: „Das Spiel begann sehr ungünstig für uns mit einem frühen Rückstand. Dann hatten wir mit dem Lattenschuss Glück, nicht das 0:2 zu fangen. Zudem mussten wir die Verletzung von Marton Dardai verkraften. Ich möchte meiner Mannschaft ein Kompliment machen, wie sie die Situation angenommen hat und das Spiel drehen konnte. In der Halbzeit haben wir gesagt, dass wir sauber bleiben und den Defensivgedanken aufrechterhalten wollen. Das ist uns über weite Strecken gut gelungen. Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung und Reaktion der Mannschaft.“
Tim Oberdorf: „Wir haben uns viel vorgenommen. Deswegen war es sehr schwer, mit diesem Ergebnis in die Halbzeit zu gehen. Wir wussten, dass wir die Restverteidigung gut stellen müssen, wenn wir den Ball haben, weil die Hertha in Umschaltmomenten schnell in die Tiefe geht. Trotzdem haben wir genau so die Tore kassiert. Wir haben die Bälle zu leichtfertig hergegeben und dann nicht mit letzter Konsequenz unsere Ordnung wieder hergestellt. Das wurde gnadenlos bestraft. Mit so einem Ergebnis in die Länderspielpause zu gehen, fühlt sich natürlich sehr schlecht an."
Cedric Itten: „Wir sind sehr gut ins Spiel gestartet und haben das 1:0 erzielt. Danach gab’s viel zu einfache Ballverluste von uns und drei Konter-Gegentore. Wir waren heiß, das 2:0 zu erzielen. Das ist eigentlich ein gutes Zeichen, aber das gab auch Räume für den Gegner. In der Halbzeit haben wir uns gesagt, dass wir sozusagen nochmal bei 0:0 anfangen. In der zweiten Hälfte waren wir besser im Spiel und haben die Räume besser schließen können. Insgesamt haben wir aber dennoch über das ganze Spiel hinweg viel zu viel zugelassen.“


