„Müssen die richtigen Signale senden“
Alexander Ende offiziell als neuer Cheftrainer vorgestellt
Die Fortuna hat am Montag Alexander Ende als neuen Cheftrainer vorgestellt. Auf der Pressekonferenz stellten sich Ende und Sportvorstand Sven Mislintat den Fragen der Journalisten. Wir haben die wichtigsten Aussagen zusammengefasst.
Alexander Ende über ...
… seine ersten Stunden bei der Fortuna: „Ein neuer Start ist immer besonders. Der Fokus liegt jetzt darauf, die Mannschaft und das Umfeld kennenzulernen. Ich freue mich sehr darauf, mit der Mannschaft die Arbeit aufzunehmen und gemeinsam loszulegen.“
… seine Spielidee: „Inhaltlich werden wir die Themen Schritt für Schritt angehen. Die Mannschaft hat in dieser Saison bereits gezeigt, dass sie stabil auftreten kann. Daran wollen wir anknüpfen. Wir haben einen klaren Plan, wie wir die Mannschaft in den kommenden Spielen – und darüber hinaus – ausrichten wollen. Einige Dinge lassen sich kurzfristig umsetzen, andere brauchen etwas Zeit.“
… die Zeit nach Münster: „Ich habe meine letzte Station intensiv aufgearbeitet und viele Erkenntnisse mitgenommen. Gleichzeitig habe ich die Zeit genutzt, um neue Energie zu sammeln. Den Fußball habe ich dabei nie aus den Augen verloren.“
… den Kader: „Ich bin absolut überzeugt vom Potenzial dieser Mannschaft. Entscheidend ist, dass wir die Qualität gemeinsam auf den Platz bringen und mit der richtigen Energie auftreten.“
… den Ausfall von Florent Muslija: „Das ist natürlich ein Verlust für uns, weil er eine große Qualität mitbringt. Gleichzeitig ist Fußball ein Mannschaftssport. Jetzt geht es darum, dass andere Spieler Verantwortung übernehmen. Es gibt genügend Jungs, die das Potenzial haben, in diese Rolle hineinzuwachsen.“
… seine Verbindung zur Fortuna: „Ich komme aus der Region und habe schon lange Berührungspunkte mit der Fortuna. In meinem Umfeld gibt es viele Menschen, die eine enge Verbindung zu diesem Verein haben.“
… die kommenden Aufgaben: „Unser Ziel ist es, die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, Spiele zu gewinnen. Dafür bringen wir unsere Ideen ein, arbeiten aber auch eng mit der Mannschaft zusammen. Es geht darum, funktionierende Abläufe zu stabilisieren und gleichzeitig neue Impulse zu setzen. Das ist ein Prozess, den wir Schritt für Schritt gestalten.“
… die Unterstützung der Fans: „Wir wollen auf dem Platz vorangehen und die Basis schaffen, damit der Funke überspringt. Wenn wir die Energie und den Einsatz zeigen, wird uns das Umfeld unterstützen. Ich habe Fortuna immer so erlebt, dass die Menschen da sind, wenn es darauf ankommt. Gemeinsam können wir eine Atmosphäre entwickeln, die uns in den kommenden Spielen trägt. Dafür müssen wir die richtigen Signale senden.“
Sven Mislintat über …
… die Entscheidung: „Zunächst einmal gilt unser Dank Markus Anfang und Florian Junge. Sie haben in einer schwierigen Phase Verantwortung übernommen, sich voll zur Fortuna bekannt und alles investiert. Es ist wichtig zu betonen, dass die aktuelle Situation nicht an einzelnen Personen festzumachen ist. Beide haben ihren Teil dazu beigetragen, dass wir weiterhin alles in der eigenen Hand haben.“
… die Gründe für den Trainerwechsel: „Wir haben in vielen Bereichen Fortschritte gesehen – sowohl in der Vorbereitung auf das Fürth-Spiel als auch in der Phase danach. Allerdings hat sich der Trend in den letzten Spielen wieder gegen uns entwickelt. In so einer Situation geht es darum, zu prüfen, welche Impulse wir setzen können. Ein Trainerwechsel ist nicht die einzige Option, aber wenn man überzeugt ist, dass er der Mannschaft helfen kann, muss man diese Entscheidung treffen.“
… die aktuelle Situation: „Ein Trainerwechsel allein wird die Situation nicht lösen. Entscheidend ist, dass wir jetzt alle gemeinsam Verantwortung übernehmen – Gremien, Mannschaft, Mitarbeiter und Fans. Es stehen fünf extrem wichtige Spiele an und auf diese müssen wir uns geschlossen fokussieren.“
… die Zielsetzung mit Alexander Ende: „Uns geht es nicht nur darum, einen Impuls zu setzen, sondern vor allem inhaltlich weiterzuarbeiten. Wir wollen die Dinge stabilisieren und gezielt verbessern – insbesondere in den Bereichen Kompaktheit und Torgefahr. Die Entscheidung für Alex ist aber auch ganz klar eine für die aktuelle Situation und die kommenden Spiele. Denn wir sind überzeugt, dass er der Mannschaft mit seiner inhaltlichen Klarheit genau das geben kann, was sie jetzt braucht – ihre Stärken hervorheben und gleichzeitig an den entscheidenden Punkten nachschärfen.“
… das Vertrauen in den neuen Cheftrainer: „Ich freue mich sehr, dass Alexander Ende diese Herausforderung angenommen hat. Dieses klare Commitment – auch über die aktuelle Situation hinaus – ist ein starkes Zeichen. Gerade jetzt brauchen wir Menschen, die sich voll mit dem Verein identifizieren und Verantwortung übernehmen – unabhängig vom kurzfristigen Ergebnis.“
… den persönlichen Eindruck von Alexander Ende: „Ich beschäftige mich schon länger mit ihm und habe ihn bereits zu seiner Zeit beim SC Verl sehr aufmerksam verfolgt. Er steht für eine klare Handschrift, für mutigen Fußball mit und gegen den Ball. Genau diese Mischung aus Struktur, Intensität und inhaltlicher Klarheit hat uns überzeugt. Wir trauen ihm absolut zu, unserer Mannschaft in dieser Phase die richtigen Impulse zu geben.“
… die Entscheidung gegen eine kurzfristige „Feuerwehrmann“-Lösung: „Für uns stand die Frage im Vordergrund, welcher Spielstil zur Mannschaft passt und wie wir uns inhaltlich weiterentwickeln wollen. Wir wollten eine Lösung, die nicht nur kurzfristig greift, sondern auch darüber hinaus trägt – mit voller Überzeugung und einem klaren Plan.“
… die Verantwortung innerhalb des Vereins: „Uns ist wichtig, dass wir die Situation gemeinsam annehmen. Es geht nicht darum, dass eine Person alles richtet, sondern dass alle Verantwortung übernehmen und ihren Beitrag leisten. Die Qualität ist in der Mannschaft vorhanden – jetzt geht es darum, sie auf den Platz zu bringen und in Ergebnisse umzusetzen.“


