„Die Aufarbeitung beginnt heute“
Alexander Jobst nach dem Abstieg
Nach dem Abstieg der Fortuna aus der 2. Bundesliga hat sich Vorstandsvorsitzender Alexander Jobst den Fragen der Journalisten gestellt. Wir haben seine wichtigsten Aussagen zusammengefasst.
Alexander Jobst über …
… den Abstieg: „Es ist brutal und schmerzt extrem. Wir hatten alles in der eigenen Hand und haben eine erste Halbzeit gespielt, die absolut nicht akzeptabel war. Jeder muss sich hinterfragen: Haben wir alles auf dem Platz gelassen? So wie die erste Halbzeit sich anfühlte, war das nicht so. Das tut verdammt weh – vor allem für unsere Fans und für unsere Stadt, die die letzten Wochen alles mobilisiert hat. Wir müssen uns jetzt erstmal sammeln, das ist vollkommen klar. Es ist eine Aneinanderreihung von Fehlern und Ereignissen.“
… die Mobilisation der vergangenen Wochen: „Wir haben alles mobilisiert. Die Stadt, die Fans – alle standen zusammen. Durch diesen Schulterschluss waren wir überzeugt, dass wir es auf die Platte bringen. Aber wir haben es nicht geschafft. Und das hat Gründe. Wie viel Leidenschaft, wie viel Identifikation hat Fortuna auf dem Platz gelassen? Da müssen wir uns alle hinterfragen. Jetzt geht es darum, die Scherben aufzukehren. Klar ist: Wir werden die Saison analysieren und knallhart aufarbeiten.“
… den Support: „Ich möchte noch eines loswerden: Danke an alle, die unterstützt haben – in der Stadt, an unsere Partner, an das ganze Team und insbesondere unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir wissen aber auch: Der Abstieg in die 3. Liga ist eine Riesen-Fallhöhe und die müssen wir erstmal verarbeiten.“
… personelle Konsequenzen: „Es ist noch zu früh, dazu etwas zu sagen. Klar ist: Wir tragen Verantwortung, wir stehen zu Verantwortung. Unsere Aufgabe wird es jetzt in den nächsten Tagen sein, die richtigen Schlüsse zu ziehen, uns wieder aufzurappeln und die Fortuna wieder dahinzubringen, wo sie hingehört.“
… Risiken des Abstiegs: „Wir haben uns schon länger mit diesem Szenario befasst. Das gehört auch zur Verantwortung, die wir tragen. Wir sind vorbereitetet und müssen jetzt mit dieser Situation arbeiten – so sehr es auch schmerzt.
… die Tragweite des Abstiegs: „Mit dem heutigen Tag beginnt die Aufarbeitung. Wir sind zurecht abgestiegen. Alles andere wäre Schönrederei. Der Gang in die 3. Liga wird eine Tragweite mit sich bringen, die ich heute noch nicht nennen kann. Fortuna Düsseldorf verdient Identifikation und vor allem, schnell wieder dort hinzukommen, wo der Club hingehört. Dieser Verein hat eine riesige Kraft, wenn alle Kräfte zusammenwirken. Das hat man gestern gesehen, leider nicht auf dem Platz.“
… seine persönliche Zukunft: „Ich habe mit dem Aufsichtsrat eine Vereinbarung getroffen, dass ich in der 3. Liga zur Verfügung stehe und versuche, mit allen Kräften den Karren aus dem Dreck zu ziehen.“


