„Ein Schritt nach vorne gegen einen guten Gegner"
MIXED ZONE: Die Stimmen nach dem Remis gegen den KSC
Beim ersten Freispiel der Saison holt die Fortuna einen Punkt gegen Karlsruhe. Hier kommen die Stimmen der Trainer und Spieler.
Daniel Thioune, Cheftrainer: „Ich teile viele Einschätzungen des Kollegen. Es war für uns heute sehr anspruchsvoll, Chancen zu kreieren. Die erste Halbzeit war sehr taktisch geprägt und beide Seiten haben sich gegenseitig in den Räumen eliminiert. Trotzdem ist unsere Idee im Übergang das eine oder andere Mal aufgegangen, aber wir hatten nur wenige Eintritte ins finale Drittel. Die Energie im Stadion war da. Es war ein Spiel, in dem wir sehr viel arbeiten mussten. Wir haben dem Gegner über 90 Minuten fast gar nichts zugestanden. In der zweiten Halbzeit wollten wir mit dem zweiten Stürmer für mehr Torgefahr sorgen. Wir haben dann die größte Chance durch Shinta Appelkamp. Da darf auch ein Tor draus resultieren. Dann wäre das Stadion mit dieser Energie auf ein anderes Level gehoben worden. Mit dem Unentschieden müssen wir leben, können sicherlich etwas schlechter damit leben als der Gegner. Dennoch war es ein Schritt nach vorne gegen einen guten Gegner.“
Christian Eichner, Trainer Karlsruher SC: „Es war ein ähnlicher Verlauf wie letzte Saison hier. Man hat von Anfang an den gegenseitigen Respekt gespürt. Keine Mannschaft wollte der anderen etwas anbieten. Dadurch kam ein Spiel zustande, was in der ersten Halbzeit ausgeglichen war. Die Fortuna hatte mit dem Kopfball von Lunddal die klarste Torchance. In der zweiten Hälfte fand ich, dass der Druck der Fortuna zugenommen hat. Die Fortuna war dem einen Treffer und den drei Punkten wesentlich näher als wir. Für uns ist der Punkt in Düsseldorf ein Punktgewinn. Ich bin total happy, dass die Mannschaft mittlerweile über lange Strecken dazu in der Lage ist, ihr Tor zu schützen. Wir standen lange für Spektakel. Gleichzeitig haben uns heute offensiv die Lösungen gefehlt, um die Fortuna zu bedrohen. Das lag an einer guten Defensivleistung der Fortuna, aber auch einer fehlenden Entscheidungsqualität zwanzig Meter vor dem Tor.“
Tim Oberdorf: „Es war ein sehr intensives Spiel. Beide Mannschaften haben viel investiert und alles, was sie haben, auf dem Platz gelassen. Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen, das ist uns leider nicht gelungen. Trotzdem haben wir in Sachen Intensität und Leidenschaft einen großen Schritt gemacht. Wir standen über weite Strecken stabil, haben die Konter gut verteidigt und zu Null gespielt. Das ist auch gut für das Gefühl. Ich glaube, dass wir insgesamt einen Schritt nach vorne gemacht haben und darauf aufbauen können.“
Florian Kastenmeier: „Meine Gefühle sind gemischt. Am Ende haben wir uns leider nicht für die harte Arbeit über die gesamte Spieldauer belohnt. Defensiv haben alle sehr, sehr gut gearbeitet, da muss ich ein Riesenkompliment aussprechen. Von der Mentalität, der Bereitschaft und der Leidenschaft war es ein großer Step nach vorne. Offensiv müssen wir uns aber belohnen. Da fehlte es an der Genauigkeit und der Gier, das Tor zu erzielen. Wir müssen weiter hart arbeiten und viel investieren, dass wir uns die Punkte holen, aber wir sind auf einem guten Weg.“
Shinta Appelkamp: „Wenn man die zweite Halbzeit sieht, ist man traurig, dass wir es nicht gewinnen. Betrachten wir die erste Halbzeit, dann muss man sagen, dass es wohl gerecht ist. Die Null war wichtig für die Mannschaft und den Defensivverbund. Es war mehr drin, wir hatten gute Torchancen, aber vielleicht sollte es heute nicht sein. Vier Punkte aus vier Spielen ist wenig. Das sind wir so auch nicht gewohnt. Wir müssen aber die Kirche im Dorf lassen und weiter dranbleiben. Wir sind nicht zufrieden, aber es bringt auch nichts, völlig negativ zu sein. Bei uns geht noch deutlich mehr.“