Das Saisonziel fest im Visier
Nach den Big Points, die die Zwote in Köln geholt hat, stehen die Zeichen nach schwierigen Monaten plötzlich doch auf frühzeitigen Klassenerhalt. Da die West-Vereine der 3. Liga rechnerisch nicht mehr absteigen können, muss der Tabellenfünfzehnte der Regionalliga West in der Liga verbleiben, damit sie ihre anvisierte Stärke von 18 Teams halten kann. Somit zählt nur noch der Abstand auf Platz 16 und dieser wächst gerade in Windeseile.
Gegen den langjährigen Liga-Weggefährten SC Wiedenbrück, der seinerseits auf dem letzten Platz noch tief im Schlamassel steckt, konnte Zwote-Coach Jens Langeneke fast auf die gleiche Startelf wie eine Woche zuvor setzen. Lediglich Kapitän David Savic fiel aus und wurde durch Simon Vu ersetzt, darüber hinaus hütete Florian Schock das erste Mal seit dem 2. Spieltag das Tor. Zu Beginn des Spiels hatten die Gäste die optische Überlegenheit, wurden trotz einiger Abschlüsse aber nicht wirklich zwingend. So verfehlte eine Direktabnahme von Kondziella (13.) das Tor genau so oben links wie ein Distanzschuss von Gerhardt (16.). Mit einer ersten guten Chance nach einem Freistoß meldete sich die Zwote dann auch offensiv im Spiel an: Der Kopfball von Lennart Garlipp (26.) flog jedoch knapp über die Latte. Maksym Len (30.), der in den letzten Wochen immer besser im Team ankommt, legte zugleich nach. Seinen Schuss aus 16 Metern lenkte Regionalliga-Urgestein Hölscher (475 Spiele für Wiedenbrück) im Tor der Gäste mit vollem Einsatz zur Ecke. Hatte die erste Hereingabe dieser Standardsituation noch keinen Erfolg, war der zweite Ball umso besser. Mechak Quiala Tito (31.) stieg im vollbesetzten Strafraum am höchsten und brachte die Zwote mit dem 1:0 auf die Siegerstraße. Fortan verwalteten die Fortunen den Vorsprung mit einem ganz anderen Selbstverständnis als noch vor einer Weile, man kann sich kaum mehr vorstellen, dass dieses Team in dieser Spielzeit eine derartige von Pleiten, Pech und Pannen geprägte Serie hingelegt hat. Den Schlusspunkt der ersten Hälfte setzten die Gäste, aber auch der Versuch von Kondziella (45.+) aus spitzem Winkel führte nicht zum Erfolg.
In der zweiten Hälfte ein unverändertes Bild: Die Flingeraner taten das Nötigste, um den Gegner in Schach zu halten. Dies gelang ihnen hervorragend, die Abwehr ließ kaum noch etwas auch nur in die Nähe des Tors. Früh machten sie dann alles klar, wie bereits in Köln zeigten sie einen Konter aus dem Lehrbuch. Vu schickte den eingewechselten, in der eigenen Hälfte startenden, Karim Affo (67.) auf die Reise, der den Ball bis zum Strafraum nach vorn Trieb und zum Schluss sogar noch noch Hölscher zum 2:0 umkurvte. Nun war die Luft endgültig raus aus dem Spiel, das für die Zwote ein Anwachsen des Vorsprungs auf ganze 11 Punkte bedeutete, da die Konkurrenz erneut nicht punkten konnte. Den Schlusspunkt setzte Innenverteidiger Noah Egouli (90.+), der mit seinen 2,05m Körpergröße eine Ecke gefühlt aus dem Stand zum 3:0 einköpfte. Nach Monaten des wöchentlichen Zitterns scheint es so, als würden die Fortunen langsam das Vertrauen wiederzuentdecken, das sie am Anfang der Saison so stark machte. Wenn sie dieses am kommenden Spieltag mit nach Paderborn nehmen, können sie sich mit den nächsten Punkten belohnen. (PL)
Spiele der Teams
Aufstellung:
Fortuna Düsseldorf U23
SchockMontag (90. Nikolaou)EgouliBrodersenEzeLenVu (79. Amaniampong)Barth (64. Honcharenko)GarlippBindemann (90. Tönnies)Quiala Tito (64. Affo)
SC Wiedenbrück
HölscherAmedickAracicKondziella (70. Udelhoven)Kroll (46. Doumbouya)Sanchez Ruiz (70. Kaptan)Brune (70. Riedl)FriesenGerhardtWernet (57. Tchadjobo)Tuma
Stadion:
Paul-Janes-Stadion
Zuschauer
360
Schiedsrichter
Jan Peter Weßels


