Punkteteilung im letzten Heimspiel der Saison
Seit zehn Jahren sind der Wuppertaler SV und die Zwote nun schon wieder Ligakonkurrenten. Doch während die Flingeraner sich vor ihrem letzten Auftritt der Saison im Paul-Janes-Stadion eigenständig aus dem Abstiegskampf herausgearbeitet haben, ist die Lage bei den Bergischen mehr als angespannt. Ohne Auswärtssieg stand ihnen der beinah rechnerisch sichere sportliche Abstieg in die Oberliga bevor.
Wie bereits in der Vorwoche nutzte Chefcoach Jens Langeneke die Endphase dieser Saison für eine Menge Rotation, ganze neun Positionen besetzte er nach der Niederlage in Lotte neu. Zu Beginn des Spiels neutralisierte sich die neuformierte Zwote mit den Gästen weitgehend im Mittelfeld. Nach zehn Minuten gab es die erste zaghafte Prüfung für Neuling Linus Langenbruch im Tor der Rot-Weißen, der mit dieser Aktion einen starken Auftritt einleitete. Wenig später meldete sich sein Team auch in der Offensive an, aber Lennart Garlipp (14.) fand den Weg zu Hamza Anhari nach einem guten Ball von Deniz Bindemann nicht. Doch auch nach diesen Aktionen blieb das Spiel unspektakulär. Dennoch brach die Zwote vor dem Pausenpfiff den Bann. Eine Ecke von Linksfuß Leo Mirgartz köpfte Garlipp (28.) zum 1:0 ins Netz. Fortan nahm das Spiel zusehends an Fahrt auf. Maksym Len (33.) hätte schnell erhöhen können, jedoch fehlte seinem Abschluss ein wenig die Kraft. Auf der anderen Seite versuchte sich auch Hirschberger (36.) aus mittlerer Distanz, schoss den Ball aber über das Tor. Nun sah sich die Zwote immer mehr in der Defensive gefordert und der WSV kam schnell zum Torerfolg. Nach einem Angriff über die rechte Seite wurde Aydogan (39.) zentral zu allein gelassen, sodass er mit einem Flachschuss ins lange Eck das 1:1 erzielen konnte. Schaub (41.) und Bouzraa (43.) hätten das Spiel gar vor der Pause ganz drehen können, weitere Treffer blieben in der ersten Hälfte aber aus.
Die zweite Halbzeit fügte sich von den Spielanteilen nahtlos an die Szenen vor der Pause an. Früh wurde Langenbruch durch einen zu kurzen Rückpass in die Bredouille gebracht, reagierte aber glänzend im direkten Duell mit Bouzraa (51.). Mehr als 20 weitere Minuten gab es nun Einbahnstraßenfußball, aber die Abwehr der Zwoten leistete sich in dieser Phase keine Patzer. Das Team konnte den Verlauf gar komplett auf den Kopf stellen: Der eingewechselte Noah Nikolaou (74.) drang über die rechte Seite in den Strafraum der Wuppertaler ein und machte es, anders als bei seinem Kunststück in Paderborn einige Wochen zuvor, mit Wucht und brachte die Zwote völlig aus dem Nichts mit 2:1 in Führung. Doch auch hiervon ließ sich der sportlich angeschlagene Gast nicht aus der Ruhe bringen, ihrem Kampf an diesem Tag gebührte wahrlich Respekt. Der erneute Ausgleich fiel allerdings unter gütiger Mithilfe der Flingeraner. Der nach einjähriger Verletzungspause eingewechselte Tobias Grulke (83.) fälschte einen hohen Ball unglücklich mit dem Kopf ins eigene Netz zum 2:2 ab. Wuppertal versuchte es, das Spiel noch ganz zu drehen, jedoch verpassten sie es, einen letzten Lucky Punch zu setzen. Der wäre sogar beinahe noch der Zwoten gelungen, aber in der Nachspielzeit scheiterte Bindemann (90.+) frei vor WSV-Keeper Adamidis. Es blieb also beim 2:2, mit dem die Wuppertaler trotz der zeitgleichen Niederlage des SV Rödinghausen nichts mehr anfangen können, da ihre Tordifferenz deutlich schlechter ist als die der Wiehenelf. Für die Zwote steht nun noch die letzte Begegnung der Spielzeit 2025/26 an, hierbei gastiert sie erstmals im Bochumer Ruhrstadion. Ein guter Rahmen, um noch einmal das eigene Punktekonto zu füllen. (PL)
Spiele der Teams
Aufstellung:
Fortuna Düsseldorf U23
LangenbruchMontag (16. Barth)Amaniampong (78. Grulke)BrodersenMirgartzLenHoncharenko (78. Egouli)Sauck (63. Nikolaou)GarlippAnhari (63. Affo)Bindemann
Wuppertaler SV
AdamidisMiyamoto (80. Kleiner)MüllerStojanovic (52. Hartmann)AydoganBouzraa (80. Santo)DuncanDurgunHirschbergerSchaubFehr (70. Saric)
Stadion:
Paul-Janes-Stadion
Zuschauer
1174
Schiedsrichter
Jörn Schäfer


