10.09.2012 | 1. Mannschaft

„Wir müssen in der Defensive gut agieren“

Robert Almer vor dem Spiel seiner Österreicher gegen Deutschland

Seit 2011 hütet Robert Almer das Tor von Fortuna Düsseldorf. Zuvor war der sympathische Schlussmann ausschließlich in seinem Heimatland Österreich aktiv. Am Dienstag kommt es nun zum Aufeinandertreffen zwischen seiner Nationalelf und seiner Wahlheimat. Logisch, dass der 28-Jährige in den letzten Tagen im Quartier der Österreicher ein beliebter Gesprächspartner für Journalisten war.

  • Foto: GEPA pictures.

„Es ist als Torwart nicht so problematisch, mit weniger Spielpraxis eine gute Leistung abzuliefern“, erklärte Almer den Reportern mit Blick darauf, dass er in der Bundesliga bisher noch nicht zum Einsatz gekommen ist. „Wenn du als Feldspieler nur ein paar Kurzeinsätze hattest, geht dir irgendwann die Kraft aus. Für einen Torwart ist es am schwierigsten, über 90 Minuten die Konzentration zu halten. Aber das kann man gut trainieren – mit Hilfe eines Mentalcoaches.“ Zu seiner Zukunft bei der Fortuna gab er zu Protokoll: „Den Kopf in den Sand zu stecken, wäre sicherlich ein Fehler. Ich werde weiter Gas geben.“

Aber derzeit hat der Torwart ausschließlich das Länderspiel zwischen rot-weiß-rot und schwarz-rot-gold im Wiener Ernst-Happel-Stadion vor Augen. „Auf den Torwart, der spielen wird, kommt mit Sicherheit eine Menge Arbeit zu“, weiß Almer noch nicht, ob er am Dienstag ab 20.30 Uhr zwischen den Pfosten stehen wird. „Wir wollen genauso gut stehen wie gegen die Türkei, auch wenn wir wissen, dass die türkische Mannschaft nicht mit der deutschen zu vergleichen ist. Wir haben zuletzt in der Defensive sehr gut agiert. Das muss uns auch gegen Deutschland gelingen.“

Auch wenn es für Almer sicherlich ein besonderes Spiel sein wird, würde er nicht von einem Highlight sprechen. „Jeder von uns hatte in seiner Karriere schon sehr wichtige Spiele und wird noch einige in Zukunft haben“, betonte der Keeper. „Deshalb bereiten wir uns auf die Partie genauso vor wie auf jede andere. Es wäre auch nicht sinnvoll, eine besondere Nervosität zu entwickeln. Das würde die Leistung eher hemmen.“

Bisher ist noch offen, wer die Nummer eins bei den Österreichern sein wird. Almer steht in einem Konkurrenzkampf mit Christian Gratzei (SK Sturm Graz) und Heinz Lindner (FK Austria Wien). Nationaltrainer Marcel Koller sieht keine Probleme darin, dass Almer in Düsseldorf noch keinen Pflichtspiel-Einsatz verzeichnen konnte. „Wenn er sich bei uns im Team gut präsentiert, muss er nicht im Verein Stammspieler sein, damit er eingesetzt wird“, sagte der Schweizer. „Es wäre aber sicherlich gut für ihn, wenn er in Düsseldorf die Spielpraxis hätte.“

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