25.09.2013 | 1. Mannschaft

Gegner im Blick

Kann der FSV Frankfurt in dieser Saison wieder überraschen?

Im letzten Spieljahr rieb sich ganz Fußball-Deutschland verwundert die Augen: Was macht der FSV Frankfurt auf einmal in der Spitzengruppe der 2. Bundesliga. Bis zum Ende der Saison mischten die Hessen ganz oben mit und landeten am Ende auf dem vierten Rang der Tabelle. Was als große Überraschung einzustufen war, möchte Trainer Benno Möhlmann am liebsten wiederholen. Doch wichtige Leistungsträger haben den Verein verlassen.

Trainer & Umfeld
Benno Möhlmann kennt die 2. Bundesliga wie kaum jemand. Der Trainer arbeitete die meiste Zeit seiner Karriere im Fußball-Unterhaus, davon sieben Jahre in drei Amtszeiten bei SpVgg Greuther Fürth. Bevor er im Dezember 2011 beim FSV Frankfurt landete, war er beim FC Ingolstadt. Seine Laufbahn als Coach begann er beim Hamburger SV, wo er nach seiner aktiven Karriere als Co-Trainer begann und schließlich 1992 auch Chef an der Seitenlinie wurde. Außerdem war er auch noch zwei Mal für Eintracht Braunschweig und für Arminia Bielefeld tätig. Das Umfeld beim FSV ist ruhig und entspannt. Indiz dafür ist der Zuschauerschnitt von etwas mehr als 5.000 pro Heimspiel. Der Club fühlt sich im Schatten der „großen“ Eintracht in der 2. Bundesliga sehr wohl.

Zu- & Abgänge
Durch die starke letzte Saison mit Platz vier am Ende weckten einige Kicker Begehrlichkeiten von anderen Vereinen. Besonders schwer fielen die Abgänge von Ex-Fortuna-Kicker Marcel Gaus (1.FC Kaiserslautern), John Verhoek (FC St. Pauli) und Yannick Stark (1860 München) ins Gewicht. Um die Lücken, die diese Spieler hinterlassen haben, zu schließen, wurden Odise Roshi vom 1.FC Köln und Mathew Leckie von Borussia Mönchengladbach fest verpflichtet, nachdem diese zuvor nur ausgeliehen waren. Außerdem kam Denis Epstein, der ebenfalls einst für den 1.FC Köln spielte, aus Griechenland zurück und zeigt in dieser Saison bisher ansprechende Leistungen. Das gilt auch für den defensiven Mittelfeldspieler Joni Kauko, der aus seiner finnischen Heimat vom FC Lahti in die Bankenmetropole wechselte. Auf den letzten Drücker wurde außerdem noch Nikita Rukavytsya vom FSV Mainz 05 verpflichtet.

Mannschaft
Schon früh in der Saison scheint Benno Möhlmann seine erste Elf gefunden zu haben. Im Tor führt kein Weg an Patric Klandt vorbei. Der Schlussmann geht nun schon in seine sechste Saison bei den Hessen und ist die absolute Nummer eins. Vor ihm bildet sich in der Regel eine Viererkette von rechts nach links mit Alexander Huber, Kapitän Björn Schlicke, Joan Oumari und Nils Teixeira, der zuletzt durch Marcel Kandziora ersetzt wurde. Davor spielen auf einer „Doppel-Sechs“ Manuel Konrad und der finnische Neuzugang Kauko. Auf den Außenbahnen spielen rechts Michael Görlitz und links Epstein. Im Angriff stürmt Leckie neben dem erfolgreichsten Torjäger Edmond Kapllani. Auf der Bank lauern dann Rukavytsya, der zuletzt als Joker traf, Zafer Yelen und Chhunli Pagenburg auf ihren Einsatz. Dieses Trio ist ganz nah an der Stammformation.

Form
Zwei Niederlagen, zwei Siege und zwei Unentschieden – genau so sahen die ersten sechs Partien der Frankfurter aus. Nach einer 0:1-Heimpleite gegen den Aufsteiger Karlsruher SC folgte eine Niederlage gegen den TSV 1860 München (1:2). Dann wurden die Partien gegen den VfL Bochum (1:0) und bei Dynamo Dresden (3:0) gewonnen. Gegen die beiden aktuellen Top-Teams 1.FC Union Berlin und SpVgg Greuther Fürth gab es jeweils ein 1:1 im heimischen Volksbank-Stadion. Die Begegnung am Hamburger Millerntor ging trotz einer ordentlichen Leistung mit 1:2 verloren. Zuletzt siegten die Frankfurter gegen den FC Ingolstadt mit 4:1, am Mittwochabend gibt es die gleich Paarung noch einmal im DFB-Pokal.

Bekannte Gesichter
In der Jugend stand Torwart Sören Pirson einst für die Fortuna zwischen den Pfosten. Von 1999 bis 2002 hütete der Blondschopf am Flinger Broich das Gehäuse, ehe er zu Borussia Dortmund wechselte. Über die Stationen RW Essen und RW Oberhausen landete er beim griechischen Erstligisten Diethnis Enosis Ergotelis. 2012 kehrte der 28-Jährige nach Deutschland zurück und ist nun die Nummer zwei hinter Klandt.

Vergangenheit
Beide Vereine trafen bislang neun Mal in Pflichtspielen aufeinander. In der Saison 1937/38 gab es aus Düsseldorfer Sicht ein 1:3 im DFB-Pokal beim FSV. Alle anderen Begegnungen fanden in der 2. Bundesliga statt. Davon unterlagen die Rot-Weißen zwei Mal in der Fremde. In der heimischen Landeshauptstadt drei Siege, ein Remis und noch keine Niederlage. Die letzten drei Aufeinandertreffen konnten die Fortunen allesamt für sich entscheiden (6:0, 5:2, 1:0).

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