22.10.2017 | 1. Mannschaft

Mach’s noch einmal, Fortuna!

Yesterday: Die Rot-Weißen konnten alle drei bisherigen Duelle gegen die Borussia im DFB-Pokal gewinnen

Die Historie des DFB-Pokals weist bis dato genau drei Duelle zwischen der Fortuna und Borussia Mönchengladbach aus. Und nach jedem Spiel konnten die Anhänger der Rot-Weißen jubeln, denn die Fortuna hat in diesem Wettbewerb tatsächlich eine blütenweiße Weste aufzuweisen, wenn es um die Duelle mit dem Niederrheinrivalen geht. Während die ersten beiden Aufeinandertreffen in den 1970er Jahren stattgefunden haben, liegt der letzte Vergleich noch gar nicht so lange zurück: Am 31. Oktober 2012 sorgte Nando Rafael in der Verlängerung für den vielumjubelten 1:0-Siegtreffer.

Die gemeinsame DFB-Pokal-Geschichte der Fortuna und der Borussia begann an einem Mittwochabend. Am 7. April 1971 standen sich die Rot-Weißen und die „Fohlenelf“ zum ersten Mal im deutschen Pokalwettbewerb gegenüber. Als amtierender Deutscher Meister, der erneut drauf und dran war, den Titel an den Niederrhein zu holen, kamen die Gladbacher zum Flinger Broich. Ein kleiner Auszug aus der hochkarätig besetzten Startelf: Wolfgang Kleff im Tor, Berti Vogts in der Abwehr, Günter Netzer im Mittelfeld und Jupp Heynckes im Sturm. Und die Fortuna? Die wollte nicht nur mit Egon Köhnen, Reiner Geye und Dieter Herzog dagegenhalten, sondern hatte sich nach zuvor zwei vierten Plätzen in der damals zweitklassigen Regionalliga vorgenommen, die Rückkehr in die Bundesliga zu schaffen. Und es sah gut aus.

Dennoch ging die Partie genau den Gang, den ganz Fußball-Deutschland erwartet hatte. Nach 19 Minuten erzielten die hochfavorisierten Gladbacher durch Herbert Laumen in Führung. Eine Stunde lang warteten die 24.000 Zuschauer darauf, dass die Borussia den zweiten und dritten Treffer zur Entscheidung nachlegte. Doch plötzlich kam Robert Begerau und brachte den Underdog mit seinem Tor zum Ausgleich wieder zurück ins Spiel. Und mit diesen Treffer kehrte bei den Rot-Weißen und ihrem Anhang die Hoffnung zurück, doch die große Überraschung zu schaffen. Diese war größer denn je, als Hilmar Hoffer sieben Minuten vor dem Ende zum 2:1 traf. Der Jubel auf Seiten der Düsseldorfer kannte überhaupt keine Grenzen mehr, als Reiner Geye kurz vor Schluss für die Entscheidung sorgte – und zwar für die Fortuna.
Auch für das Halbfinale meinte es die Auslosung für die Mannschaft vom damaligen Erfolgstrainer Heinz Lucas nicht gut und sie unterlag dem späteren Pokalsieger FC Bayern München zuhause mit 0:1. Viel wichtiger als ein Erfolg im DFB-Pokal war jedoch der Wiederaufstieg in die Bundesliga, der im Sommer 1971 gelingen sollte.

Fortuna: Woyke – Begerau (85. Biesenkamp), Hesse, Iwanzik, Köhnen, Kriegler, Budde, Lungwitz, Geye, Herzog, Hoffer – Trainer: Lucas.
Borussia: Kleff – Bleidick, Müller, Sieloff, Vogts, Dietrich (79. Wittmann), Netzer, Wimmer, Heynckes, Köppel, Laumen – Trainer: Weisweiler.
Tore: 0:1 Laumen (19.), 1:1 Begerau (60.), 2:1 Hoffer (83.), 3:1 Geye (89.).
Zuschauer: 24.000.

Um mehr über die anderen beiden Duelle im Januar 1976 (3:2) und im Oktober 2012 (1:0 nach Verlängerung) zu erfahren, lohnt sich ein Blick in die Ausgabe der „Fortuna Aktuell“, die zum neuerlichen Aufeinandertreffen der Rot-Weißen und der „Fohlen“ am Dienstag erscheint…

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