25.06.2018 | 1. Mannschaft

„Einfach der Wahnsinn“

Das erste Interview von Marvin Ducksch als Fortuna-Spieler

29 Scorerpunkte in 33 Spielen – diese Quote von Marvin Ducksch in der abgelaufenen Saison kann sich sehen lassen. Für die anstehende Bundesliga-Spielzeit und drei weitere Jahre hat sich die Fortuna die Dienste des Angreifers gesichert. In seinem ersten Interview als Rot-Weißer spricht Ducksch über seine Entscheidung für die Fortuna, seine ehemaligen Mitspieler mit Düsseldorfer Vergangenheit und seine Rückkehr zum BVB.

Als frisch gebackener Torschützenkönig der 2. Bundesliga hat man wahrscheinlich viele Türen offen stehen. Warum hast Du Dich für die Fortuna entschieden?
In meinem ersten Gespräch mit Friedhelm Funkel hat er mir aufgezeigt, wie ich mich in bestimmten Situationen besser verhalten kann. Da habe ich mir gedacht: „Das hätten nicht viele Leute gesehen!“ Also hatte ich von Anfang an ein sehr gutes Gefühl. Und über die Fortuna als Verein braucht man nicht viel zu sagen: Man sieht das Stadion, die Fans, die Euphorie und die Stadt. Da ist mir die Entscheidung nicht mehr schwergefallen.

Du bist in der vergangenen Spielzeit mit Holstein Kiel zweimal auf die Fortuna getroffen. Was ist Dir aus diesen Duellen im Kopf geblieben?
Ich hatte während der vergangenen Saison das Gefühl, dass bei der Fortuna etwas zusammenwächst. Im Hinspiel haben wir bis kurz vor dem Ende geführt und keiner hat mehr damit gerechnet, dass noch etwas passiert. Aber die Fortuna hat nie aufgegeben und ist noch zum Ausgleich gekommen. Und im Rückspiel bin ich zum Aufwärmen herausgekommen und das Stadion war eigentlich noch leer, aber diese unglaubliche Atmosphäre war einfach der Wahnsinn. Dann durften wir auch miterleben, was sich nach dem Schlusspfiff abgespielt hat – das war unglaublich.

Ein paar Spieler im letztjährigen Kieler Kader haben eine Fortuna-Vergangenheit. Hast Du Dich mit jemandem von ihnen über einen möglichen Wechsel nach Düsseldorf unterhalten?
Ich habe mit „Jojo“ van den Bergh und Sebastian Heidinger über die Fortuna gesprochen und sie haben sich ausschließlich positiv über den Verein und das Umfeld geäußert. Aber ich kenne die Stadt natürlich auch schon. Als gebürtiger Dortmunder war man selbstverständlich auch schon in Düsseldorf. Mir gefällt es hier sehr gut. Für mich war ohnehin immer klar, dass die Fortuna in die Bundesliga gehört. Umso glücklicher bin ich, jetzt ein Teil davon zu sein.

Apropos Dortmund: In der kommenden Saison wirst Du mit der Fortuna auch im Signal Iduna Park spielen. Wird das eine besondere Sache für Dich?
Es ist ja kein Geheimnis, dass der BVB mein Heimatverein ist. Dass ich in der kommenden Saison dort auflaufen darf, ist für mich etwas ganz Besonderes. Natürlich ist die Vorfreude darauf sehr groß, aber eigentlich freue ich mich auf alle 34 Partien, die auf uns warten. Die Heimspiele vor unseren Fans werden auch ein tolles Erlebnis sein.

Du hattest schon 15 Einsätze in der höchsten deutschen Spielklasse – unter anderem für den BVB. Was ist aus Deiner Sicht besonders reizvoll an der Bundesliga?
Wenn man wie ich in der vierten, dritten, zweiten und ersten Liga gespielt hat, weiß man, dass es nichts Schöneres gibt, als in der Bundesliga sich mit den Besten messen zu dürfen. In den unteren Ligen sind die Zweikämpfe noch intensiver, weil sehr robust gespielt wird, aber taktisch und fußballerisch ist die Bundesliga natürlich unheimlich reizvoll.

Wie sehen Deine Ziele für die anstehende Saison aus?
Dass wir alle das große Ziel Klassenerhalt haben, sollte jedem klar sein. Aber wir sollten jedes Spiel so bestreiten, dass wir es gewinnen wollen. Was dann am Ende dabei rumkommt, wird man sehen.

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