16.04.2019 | 1. Mannschaft

Kurz vor der Rettung

UNTER DER LUPE: Die Fortuna reist am Samstag nach Mainz

Es ist eine wichtige Qualität für Fußballteams, auf den Punkt da zu sein, wenn es am wichtigsten ist. Mainz 05 spielt sicher nicht die beste und erfolgreichste Saison seiner Vereinsgeschichte, doch wenn alles normal läuft, halten die „05er“ am Ende dieser Spielzeit souverän die Klasse. Denn auch in Negativphasen haben sie es verstanden, die wichtigen Partien für sich zu entscheiden.

Bärenstark gegen direkte Konkurrenten
Neun Saisonsiege hat der FSV Mainz 05 nach 29 Spieltagen auf dem Konto – derer acht holten sie aus direkten Duellen gegen Konkurrenten aus der unteren Tabellenhälfte. Neben dem Sieg gegen Werder Bremen am zehnten Spieltag feierten die „05er“ jeweils zwei Dreier gegen Stuttgart und Freiburg sowie Siege gegen Augsburg, Nürnberg, Schalke und die Fortuna. Kurios: Fünf der letzten sechs Bundesliga-Spiele endeten für die Mainzer in Niederlagen – nur im wichtigen Heimspiel gegen den SC Freiburg drehten sie auf und gewannen 5:0. Mit 33 Punkten und zwölf Zählern Vorsprung auf Rang 16 stehen die „05er“ kurz vor der Rettung – schon am Samstag könnten sie den Klassenerhalt rechnerisch perfekt machen.

Das nächste Produkt der Trainerschmiede
In den letzten beiden Jahrzehnten saßen unter anderem Jürgen Klopp, Thomas Tuchel und Martin Schmidt auf der Trainerbank der Mainzer – für sie alle war Mainz die erste Trainerstation im Profibereich. Klopp war zuvor aktiver Spieler der „05er“, Tuchel hatte zuvor die U19 trainiert, Schmidt die U23. Auch der aktuelle Coach Sandro Schwarz passt perfekt in dieses Muster: Der gebürtige Mainzer hat in der Jugend und als Profi für den Club gespielt und war vor seiner Zeit als Cheftrainer für die U19 und die U23 verantwortlich.

Jugendliche Leistungsträger
Mit Niko Bungert, Daniel Brosinski und dem verletzten Torwart René Adler stehen nur drei Spieler im Mainzer Kader, die die 30 bereits überschritten haben. Viele Leistungsträger der „05er“ sind als relativ unbeschriebene Blätter in die Saison gestartet. Etwa Stammkeeper Florian Müller, der vor dieser Saison erst fünf Bundesligapartien auf dem Konto hatte. Aaron Martin ist mit 21 Jahren von der linken Seite nicht mehr wegzudenken, auch der im Sommer von Olympique Lyon gekommene Jean-Philippe Mateta ist erst 21 und mit zehn Saisontoren erfolgreichster Angreifer der Mainzer.

Offene Rechnung
Die 0:1-Niederlage der Fortuna gegen Mainz in der Hinrunde stand sinnbildlich für eine Reihe von Spielen, die die Mannschaft von Cheftrainer Friedhelm Funkel trotz guter Leistungen nicht in Punkte ummünzen konnte. 20 Torschüsse und zwölf Ecken standen am Ende auf Düsseldorfer Seite, doch an Robin Zentner im Mainzer Tor war kein Vorbeikommen. Diese offene Rechnung würden die Fortunen am Samstag nur zu gerne begleichen.

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