28.02.2020 | 1. Mannschaft

„Enttäuscht und sauer“

MIXED ZONE: Die Stimmen nach #F95BSC

„Ich bin nicht nur enttäuscht, ich bin auch wirklich sauer“, meinte Mittelfeldregisseur Kevin Stöger nach dem 3:3-Unentschieden gegen Hertha BSC. Die Fortuna gab eine 3:0-Pausenführung nach einer starken ersten Halbzeit aus der Hand und musste sich am Ende mit einem Punkt begnügen. Den Rot-Weißen war der Frust anzumerken – doch der Blick geht zu Beginn der Englischen Woche mit dem DFB-Pokalspiel am Dienstagabend direkt nach vorne.

Uwe Rösler, Cheftrainer: „Wir haben in der ersten Halbzeit gut angefangen – wie in allen Spielen, seit ich hier bin. Wir haben das umgesetzt, was wir geplant hatten. Wir haben gegen die Viererkette oft die Seiten gewechselt und hatten eine gute Struktur. Dazu waren wir vorne effektiv. In der Halbzeit haben wir uns geschworen, nichts mehr zuzulassen. Bis zum Gegentor hatte ich auch nicht das Gefühl, dass noch etwas passieren könnte. Danach haben wir aber Nerven gezeigt. Hertha hat es mit ihrer individuellen Qualität auch gut gemacht. Wir haben es leider nicht geschafft, unser Spiel über 90 Minuten durchzuziehen. Es fühlt sich wie eine Niederlage an. Morgen werden wir noch einen Hangover haben und ab Sonntag geht’s dann mit voller Konzentration in Richtung Saarbrücken.“

Alexander Nouri, Trainer Hertha BSC: „Wir haben unser Minimalziel erreicht und einen Punkt mitgenommen. Die erste Halbzeit ist ganz schwierig zu erklären, ähnlich wie unser letztes Heimspiel. Wir haben zu einfache Gegentore bekommen und hatten zu große Räume. In der Pause haben wir zwei Wechsel vollzogen, wichtiger war aber, dass die Jungs miteinander kommuniziert haben. Thomas Kraft hat einen Appell an die Mannschaft gerichtet und das hat gefruchtet. In der zweiten Hälfte haben wir ein anderes Gesicht gezeigt. Der Anschlusstreffer hat neue Energie freigesetzt. Nach einem 0:5 in der letzten Woche und einem 0:3 zur Pause so zurückzukommen, ist Wahnsinn. Da sieht man, was im Fußball alles möglich ist. Wir nehmen einen Punkt mit – vor allem aber die Moral der zweiten Halbzeit.“

Andre Hoffmann: „Kurz nach dem Spiel habe ich keine Erklärung dafür, was in der zweiten Halbzeit passiert ist. Die ersten 45 Minuten laufen klar für uns. Hertha kam überhaupt nicht durch. Was wir uns vorwerfen lassen müssen, ist, dass wir nach dem 3:1 komplett aufgehört haben, Fußball zu spielen. Das darf uns in einem so wichtigen Spiel einfach nicht passieren. Wir waren wie gelähmt, hatten keine Entlastung mehr nach vorne und haben hinten die Zweikämpfe verloren. Wir haben es Hertha zu einfach gemacht und ihnen Geschenke angeboten. Auch wenn wir am Ende sogar noch verlieren hätten können, ist der eine Punkt nach dieser ersten Halbzeit viel zu wenig.“

Florian Kastenmeier: „Für mich war es kein Elfmeter. Dass wir dadurch das 3:3 in so einer Partie kriegen, ist natürlich bitter. Wir sind in der zweiten Hälfte zu passiv geworden und hätten einfach im Spiel bleiben müssen – so wie in der ersten Halbzeit. Wir hätten es nach dem 3:0 souveräner herunterspielen müssen. Aber wir haben nicht lange Zeit uns zu ärgern, sondern müssen diese gefühlte Niederlage schnell abschütteln. Schon am Dienstag geht es weiter.“

Kevin Stöger: „Ich bin nicht nur enttäuscht, sondern auch wirklich sauer. In der ersten Halbzeit hatte Berlin kaum Chancen, wir waren gut im Spiel. Dann kriegen wir das 3:1 und verlieren den Faden. Berlin hat das natürlich gepusht und am Ende müssen wir sogar froh sein, dass wir nicht auch noch das 3:4 kassiert haben. Nach so einer starken ersten Halbzeit musst du mutig weiterspielen. Wir müssen unsere Fehler ehrlich ansprechen – und dann geht es für uns schon schnell weiter. Wir haben am Dienstag die Chance aufs Pokal-Halbfinale. Wir müssen also regenerieren und uns sammeln, dann greifen wir wieder an.“

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