01.04.2020 | Verein

„Solidarität hat die Fortuna schon immer ausgezeichnet“

Thomas Röttgermann im Interview nach der außerordentlichen DFL-Mitgliederversammlung

Fortunas Vorstandsvorsitzender Thomas Röttgermann hat sich die Zeit genommen, um über die außerordentliche Mitgliederversammlung der DFL, die aktuelle Situation rund um die Fortuna und die gelebte Solidarität im Verein zu sprechen.

Herr Röttgermann, welchen Eindruck hatten Sie von der DFL-Mitgliederversammlung am Dienstag?
Natürlich ist es eine schwierige Situation für jeden Verein – auch für die Fortuna. Alle müssen ihren Beitrag leisten. Das ist aber jedem Club bewusst. Wir erleben aktuell Solidarität, wie sie im Buche steht. Das zu sehen, ist ein gutes Gefühl. Doch diese Solidarität ist auch das, was die Fortuna immer ausgezeichnet hat. Wir erleben diese Solidarität auch in den Gesprächen mit unseren Partnern, Mitarbeitern und Spielern, die sich alle vorbildlich verhalten. Wir ziehen alle an einem Strang und genau das ist notwendig, um die aktuelle Situation zu überwinden.

Wie hat sich der Arbeitsalltag im Verein verändert?
Wir arbeiten aktuell viel in Arbeitsgruppen, die sich aus Mitarbeitern unterschiedlicher Abteilungen zusammensetzen. So bearbeiten wir Fragestellungen, die uns aktuell beschäftigen, schnell und kreativ. Wir versuchen dabei, unseren Werten treu zu bleiben – wir bleiben bodenständig und treffen vernünftige Entscheidungen. So wollen wir allen Gruppen gerecht werden.

Welche Konsequenzen drohen bei einem möglichen Abbruch der Saison?
Wenn wir alle geplanten Maßnahmen umsetzen können, wäre auch dieses Szenario nicht existenzbedrohlich für uns. Aber trotzdem ist es keine Situation, die wir entspannt angehen können – vielmehr müssen wir hart arbeiten, um das hinzubekommen. Aber genau das wollen auch alle: Alle sind bereit, hart zu arbeiten, um diese Krise zu lösen. An dieser Stelle möchte ich noch einmal betonen, wie vorbildlich sich unsere Spieler und Mitarbeiter verhalten. Solidarität ist bei uns keine Worthülse – das merken wir aktuell überall.

Was denken Sie, ab wann der Ball wieder rollen kann?
Die Frage, ab wann wir wieder spielen können, stand natürlich auch im Mittelpunkt der DFL-Versammlung - und wir streben den Mai an. Das gäbe uns bis Ende Juni genug zeitlichen Spielraum. Mit hoher Wahrscheinlichkeit müssten die Spiele leider ohne Zuschauer stattfinden - aber es ist wichtig, dass wir überhaupt wieder anfangen zu spielen. Mein Gefühl ist, dass die Menschen den Fußball vermissen und die Bundesliga für alle eine willkommene Abwechslung wäre. Ich hoffe, dass es die gesundheitliche Situation in Deutschland ermöglicht, im Mai wieder zu spielen. Wir sind zuversichtlich, dass es funktioniert, und werden Mitte April wieder zusammenfinden, um einen neuen Blick auf die Situation zu werfen.

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