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28.05.2020 | 1. Mannschaft

„Natürlich wollen wir sie ärgern”

TRAINER-SICHT: Uwe Rösler vor #FCBF95

Knapp 15 Stunden, nachdem Fortunas Cheftrainer Uwe Rösler den Pressekonferenzraum der Arena nach dem Heimsieg gegen Schalke 04 verlassen hatte, nahm er wieder in einer „PK“ Platz, um über das anstehende Meisterschaftsspiel gegen den FC Bayern (Samstag, 18:30 Uhr) zu sprechen. Es ist kein Geheimnis, dass auf die Fortuna mit dem Deutschen Rekordmeister ein dicker Brocken wartet.

„Als Spieler und Trainer hatte ich immer großen Respekt vor dem FC Bayern. Die Erfolge des Vereins sprechen für sich. Der Fußball, den sie im Moment spielen, ist fantastisch“, lobt Rösler den kommenden Kontrahenten in höchsten Tönen. Der Tabellenführer konnte sich unter der Woche durch einen 1:0-Sieg in Dortmund von seinem ärgsten Verfolger absetzen und hat nun sieben Punkte Vorsprung auf Platz zwei. Rösler glaubt aber nicht, dass der FCB deswegen gegen die Fortuna einen Gang runterschaltet: „Dafür spielen sie unter Hansi Flick einfach zu konstant. Auch wenn sie nun ein wenig Vorsprung auf Dortmund haben, erwarten wir die Bayern mit viel Tatendrang.“

Tatendrang braucht auch sein eigenes Team, wenn es denn Zählbares mit aus der bayrischen in die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt mitnehmen will. Dass die Rot-Weißen dazu in der Lage sind, haben sie am Mittwochabend gegen Schalke 04 bewiesen. „Es war toll, wie viel Energie wir auf dem Platz und auf der Bank freigesetzt haben. Das müssen wir wieder schaffen. Natürlich brauchen wir etwas Glück, aber wir wollen die Bayern mit unserer Art, Fußball zu spielen, ärgern. Um das zu schaffen, brauchen wir viel Energie – und wir werden sehr viel laufen müssen.“

Es liegt auf der Hand, dass frische Beine diesem Plan nur guttun würden. „Wir werden wieder rotieren“, kündigt Rösler an, „das hilft uns in einer Englischen Woche einfach sehr.“ Noch steht allerdings nicht fest, welche 20 Spieler am Samstagabend im Kader stehen werden: „Ich schaue mir erst das Training am Freitag an“, erklärt der Fußballlehrer. Am Ende hofft er, eine Startelf zu finden, die in der Allianz Arena etwas erreichen kann: „Wir versuchen, einen Schlachtplan zu entwickeln, der uns hilft, in München eine Riesenüberraschung zu schaffen.“