22.06.2020 | Verein

DFL gibt Vergabe der Medienrechte bekannt

Röttgermann: „Ein ‚weiter so‘ darf es nicht geben!“

Die DFL Deutsche Fußball Liga hat im Rahmen der Außerordentlichen Mitgliederversammlung am Montagnachmittag die Ergebnisse der Ausschreibung der deutschsprachigen Medienrechte an den Begegnungen der Bundesliga und 2. Bundesliga sowie den Relegationsspielen und dem Supercup für die Spielzeiten 2021/22 bis 2024/25 präsentiert.

Trotz herausfordernder äußerer Rahmenbedingungen hat die DFL Deutsche Fußball Liga im Rahmen der Vergabe der deutschsprachigen Medienrechte erneut die Milliardenmarke übersprungen und damit an das hohe Erlösniveau der vergangenen Jahre angeknüpft. Für die Spielzeiten 2021/22 bis 2024/25 können die Klubs mit Einnahmen in Höhe von durchschnittlich 1,1 Milliarden Euro pro Jahr rechnen. Dies entspricht einem Gesamterlös in Höhe von 4,4 Milliarden Euro.

Weitere Informationen zur Vergabe findet man hier.

Der Fortuna ist es wichtig, nun auch über die Verteilung der TV-Gelder zu sprechen. Vorstandsvorsitzender Thomas Röttgermann über die Dringlichkeit dieses Themas:

„Ganz entscheidend ist, dass wir genau jetzt über die Verteilung der TV-Gelder sprechen und strategische Entscheidungen treffen. Bei 13 Clubs drohte in der Corona-Krise die Insolvenz, trotz ständig steigender TV-Gelder. Mindererlöse bereits in der kommenden Saison verschärfen noch die Situation. Das ist ein Fehler im System, den wir ausräumen müssen. Und es ist ein Ungleichgewicht mit Ansage. Wir sprechen seit Jahren davon, dass die Schere zwischen den Vereinen immer weiter auseinandergeht, wir unternehmen aber nichts dagegen. Die Krise hat uns den Spiegel vorgehalten und daher ist genau jetzt der Zeitpunkt, etwas zu ändern. Wir brauchen keine Geldverteilung, die die jetzigen Verhältnisse zementiert. Auch das Argument, die deutschen Top-Clubs müssten mit Geld versorgt werden, damit sie international wettbewerbsfähig bleiben, geht ins Leere und ist ein klassischer Trugschluss. Ein erneutes „weiter so“ darf es nicht geben, sonst wird es die Bundesliga – so wie wir sie alle lieben – bald nicht mehr geben. Die finanzielle Situation kleiner Clubs wird sich weiter verschärfen und die Superleague als Krisengewinnler wird dann bittere Realität, wenn wir nicht handeln.“

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