09.07.2020 | 1. Mannschaft

„Eine Mannschaft bauen, mit der sich alle identifizieren"

Uwe Klein im Gespräch mit F95TV

Eine turbulente und schmerzhafte Saison liegt hinter der Fortuna. Doch der Blick richtet sich wieder nach vorne. F95TV hat vorab im ausführlichen Interview mit Sportvorstand Uwe Klein über seine ersten Wochen, die sportliche Situation und die nun anstehenden Aufgaben in Bezug auf Kaderplanung und Transfermarkt gesprochen. Hier gibt's seine wichtigsten Aussagen.

Uwe Klein über …

… seinen Werdegang bei der Fortuna:
„Als ich hier als Co-Trainer anfing, spielte die Fortuna in der Oberliga. Ich war ein junger, aufstrebender Trainer. Dass ich 18 Jahre später Sportvorstand sein werde, habe ich mir damals natürlich nicht vorstellen können.“

… die Bedeutung der Fortuna für ihn: „Ich habe zwölf Jahre lang als Co-Trainer gearbeitet und damals keine Sekunde gezögert als das Angebot kam, wieder zur Fortuna zurückzukehren. Daran sieht man, dass Fortuna Düsseldorf mein Herzensverein ist.“

… seine ersten Arbeitstage:
„Ich hatte viele Termine, insbesondere was Medien- und Büroarbeit angeht. Vorher habe ich viel Live-Scouting betrieben und Gespräche mit Beratern geführt. In meiner neuen Rolle kommen viele andere Dinge dazu. Dementsprechend bin ich froh, dass ich mit Goran Vucic und Christian Weber zwei Top-Leute an meiner Seite habe, die mich tatkräftig unterstützen.“

… den Abstieg:
„Ich ärgere mich nach wie vor über den Abstieg, weil er vermeidbar gewesen wäre. In vielen Spielen haben wir den Deckel nicht drauf gemacht und die Punkte nicht eingefahren. Auf der anderen Seite müssen wir ihn akzeptieren, nach vorne schauen und die Zweite Liga, die wir ja auch gut kennen, annehmen. Wir sind als Verein gut aufgestellt und haben in den letzten Jahren wirtschaftlich vernünftig gearbeitet. Es wurden keine Schulden gemacht und auf jeden Euro geachtet.“

… die Kaderplanung:
„Der aktuelle Transfersommer ist gleichzusetzen mit einem Blick in die Glaskugel. Für uns ist es wichtig, eine gute Struktur in die Mannschaft zu bekommen. Wir werden Geduld brauchen. Aber gemeinsam mit dem Trainer werden wir kluge und vernünftige Entscheidungen treffen, so dass die Spieler, die sich für uns entscheiden, absolut zu Fortuna Düsseldorf passen.“

… die Zweite Liga:
„In der Zweiten Liga kommt es auf Mentalität und Charakterstärke an. Es ist eine harte, aber auch interessante Liga mit zahlreichen Traditionsvereinen wie dem Hamburger SV, Hannover 96, dem VfL Bochum oder dem FC St. Pauli. Das sind Namen, die auch die Stadien füllen können, wenn das wieder möglich wird.“

… das spät schließende Transferfenster:
„Wie gesagt: Wir brauchen Geduld. In den letzten Jahren haben wir viele kluge Entscheidungen am Ende der Transferperiode getroffen. Ich erinnere da an die Transfers von Rouwen Hennings, Kaan Ayhan oder Benito Raman. Das sind alles Spieler, die erst am letzten Transfertag zu uns kamen. Das ist natürlich nicht mein Ziel, ich würde auch gerne etwas ruhiger schlafen, aber Geduld ist wichtig.“

Erik Thommy: „Er hat bei uns herausragende Leistungen gezeigt. Erik macht sich im Urlaub seine Gedanken. Wir müssen realistisch sein: Mit dem Abstieg der Fortuna und dem Aufstieg des VfB Stuttgart sind die Chancen signifikant geringer geworden. Aber Erik hat mir versprochen, dass wir, wenn er aus dem Urlaub zurückkommt, nochmal ein Gespräch führen werden. Nach dem Spiel gegen Union Berlin war er kaum ansprechbar und unglaublich enttäuscht. Das zeigt auch, wie sehr er sich mit der Fortuna identifiziert.“

… das Saisonziel:
„Es ist schwierig, zum jetzigen Zeitpunkt ein Saisonziel festzulegen. 16 Verträge sind ausgelaufen. Wir werden die Kaderplanung vernünftig vorantreiben und Gespräche mit dem Trainer führen. Wenn das Transferfenster schließt und der Kader sein Gesicht hat, werden wir ein Saisonziel festlegen. Wir werden alles dafür tun, eine Mannschaft zu bauen, mit der sich alle identifizieren können.“

Das vollständige Interview gibt es hier als Video zu sehen.

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