20.09.2020 | 1. Mannschaft

Zu harmlos zum Auftakt

Fünf Notizen zu #HSVF95

Verliert man am ersten Spieltag, ist die Stimmung im Umfeld manches Fußballvereins schnell so, als wäre das monatelange Warten und die anstrengende Vorbereitung im Sommer gänzlich umsonst gewesen. Dass das nicht so ist, belegen unzählige Beispiele von Teams, die erfolgreiche Saisons gespielt haben, obwohl sie nach dem ersten Spieltag mit null Punkten dastanden. Deswegen gilt: Weitermachen. Es sind noch 33 Spieltage zu absolvieren. Was man von der 1:2-Niederlage in Hamburg sonst noch mitnehmen kann, gibt es hier zu lesen.

1. Endlich wieder Zuschauer
Auch, wenn die Zuschauer im Volksparkstadion lediglich ihre Rothosen anfeuerten und keine Gästefans zugelassen waren: Es war am Freitagabend ein schönes Gefühl, bei einem Fortuna-Pflichtspiel endlich wieder Anfeuerungsrufe, Applaus für gelungene Aktionen und Anflüge von Fangesängen von den Rängen zu hören. Nachdem die Partie in Ingolstadt noch unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, durften 1.000 HSV-Fans das Spiel gegen die Fortuna verfolgen. Am Samstag gegen die Würzburger Kickers haben mehr als zehn Mal so viele Fortuna-Anhänger die Möglichkeit auf ihren ersten Arenabesuch seit Februar. Alle Infos dazu finden sich hier

2. Psychologisch ungünstige Zeitpunkte 
„Es gibt keinen guten Zeitpunkt für ein Gegentor“, werden nun viele erwidern – doch am Freitagabend fühlte es sich so an, als hätte die Fortuna ihre beiden Gegentreffer zum jeweils schlechtmöglichsten Zeitpunkt kassiert. Wer weiß, wie die Partie ausgegangen wäre, wenn die beiden Teams mit einem 0:0 in die Kabine gegangen wären? Auch der zweite HSV-Treffer fiel in einer Phase, in der die Flingeraner allmählich mehr Zugriff auf die Partie und mehr Spielanteile gewannen.  


3. Mangel an Durchschlagskraft 
Es gelang den Fortunen zu selten, sich gegen die starke Hintermannschaft der Hanseaten durch-, und ihren Mittelstürmer Rouwen Hennings in Szene zu setzen. Der verzeichnete am Ende des Spiels zwar ganze sechs Torschüsse – der komplette HSV kam insgesamt auf sieben – doch wurden die meisten davon in Situationen ohne große Aussicht auf einen Torerfolg abgegeben. Im Angriffsspiel fehlt den Rot-Weißen noch ein wenig die Abstimmung. Bezeichnend, dass Linksverteidiger Florian Hartherz die meisten Torschussvorlagen (drei) lieferte. In den nächsten Wochen erhofft man sich noch mehr Schwung von der Düsseldorfer Offensivabteilung. 

4. Dansos Debüt
 
Ein neues Gesicht war am Freitagabend mit dabei: Kevin Danso, der das DFB-Pokalspiel in Ingolstadt noch angeschlagen verpasst hatte. Der Innenverteidiger, der am Samstag nach dem HSV-Spiel seinen 22. Geburtstag feierte, machte es an der Seite von Andre Hoffmann ordentlich. Danso deutete in einigen Zweikampfsituationen sein großes Potential an, entschied zwei Drittel seiner direkten Duelle für sich und brachte 73 seiner 83 Pässe an den Mitspieler.  

5. Weitermachen gegen Würzburg 
Die zweite Chance auf die ersten Punkte dieses Jahr gibt’s am nächsten Samstag. Mit den Würzburger Kickers gastiert ein Team in Düsseldorf, das am ersten Spieltag ebenfalls eine Niederlage einstecken musste: Mit 0:3 unterlag der Aufsteiger Erzgebirge Aue. Anstoß ist um 13:00 Uhr. 

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