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09.02.2021 | Verein

Fortuna bekräftigt Engagement gegen Antisemitismus

Verein übernimmt IHRA-Defintion

Die Fortuna setzt erneut ein Zeichen gegen Antisemitismus: Im Rahmen einer digitalen Veranstaltung hat der Verein die Arbeitsdefinition Antisemitismus der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) übernommen.

Die digitale Veranstaltung fand auf Initiative von Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Antisemitismusbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen, statt. Zugeschaltet waren Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt von NRW, sowie Michelle Müntefering, Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik im Auswärtigen Amt. Während der Veranstaltung stellte Tom Koster, CSR-Manager bei der Fortuna, in einem Kurzvortrag das bisherige Engagement des Vereins im Bereich Antisemitismusprävention vor. Neben den Flingeranern übernahmen mit dem 1. FC Köln, Borussia Mönchengladbach und dem VfL Bochum drei weitere Vereine die IHRA-Definition.

Bei der IHRA handelt es sich um eine Einrichtung, die Regierungen und Experten mit dem Ziel zusammenbringt, die Aufklärung, Forschung und das Erinnern im Bereich des Holocausts weltweit zu fördern und voranzutreiben.

Die Arbeitsdefinition Antisemitismus der IHRA:
„Antisemitismus ist eine bestimmte Wahrnehmung von Jüdinnen und Juden, die sich als Hass gegenüber Jüdinnen und Juden ausdrücken kann. Der Antisemitismus richtet sich in Wort oder Tat gegen jüdische oder nichtjüdische Einzelpersonen und/oder deren Eigentum sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen oder religiöse Einrichtungen.“

Klaus Allofs, Vorstand Fußball & Entwicklung, Kommunikation & CSR: „Die Fortuna tritt rassistischen, verfassungs- und fremdenfeindlichen Bestrebungen sowie diskriminierenden oder menschenverachtenden Verhaltensweisen entschieden entgegen. So steht es in unserer Satzung. Mit der Übernahme der IHRA-Definition möchten wir ein weiteres Zeichen im Kampf gegen den Antisemitismus setzen.“

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Antisemitismusbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen:
„Ich begrüße dieses Engagement der vier Fußballclubs sehr, denn ihr Bekenntnis gegen Antisemitismus und für die Menschenwürde wirkt tief in alle gesellschaftlichen Bereiche. Dies zeigt, dass Antisemitismus uns alle angeht und nirgendwo einen Platz in Deutschland hat – auch in keinem Fußballstadion und in keinem Fußballverein. Sport und jüdisches Leben gehören zu NRW – ohne Wenn und Aber."