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22.02.2021 | 1. Mannschaft

Perfekter Zeitpunkt

IM FOKUS: Felix Klaus schießt sein erstes Fortuna-Tor

Es wird so manchen Fortuna-Fan gegeben haben, der in der Halbzeit des Hannover-Spiels mit dem Gedanken gespielt hat, den Fernseher auszuschalten und stattdessen draußen die Sonnenstrahlen zu genießen. Zu aussichtslos schien die Lage, in die sich die Flingeraner durch ein unnötiges Gegentor zum Ausgleich und eine Gelb-Rote Karte kurz vor der Pause binnen weniger Minuten hineinmanövriert hatten. Doch dann kam Felix Klaus, der seinem Team und allen Fortuna-Fans mitten hinein in diese Tristesse neues Leben einhauchte.

„Die 35 Minuten nach der Pause waren die beste Phase, die ich in dieser Saison von einer Mannschaft in Unterzahl gesehen habe“, lobte Fortuna-Trainer Uwe Rösler sein Team nach dem Schlusspfiff – und das perfekte Beispiel dafür gab es exakt sieben Zeigerumdrehungen nach dem Wiederanpfiff zu bestaunen. Die Fortunen, obwohl mit einem Mann weniger auf dem Feld, blieben mutig und spielten sich auf der linken Seite durch, der aufgerückte Linksverteidiger Leonardo Koutris schlug eine weite Flanke auf den zweiten Pfosten, wo der eingelaufene Felix Klaus den Ball im Vollsprint über die Linie beförderte. Ohne Zweifel der perfekte Zeitpunkt für sein erstes Tor im Fortuna-Trikot.

„Ausgerechnet Felix Klaus!“, könnte man meinen. Schließlich hatte Rösler vom Winter-Neuzugang auf der Pressekonferenz vor dem Spiel mehr Torgefahr eingefordert. „Wir erwarten von ihm, dass er sich auf den Flügeln durchsetzt und die finalen Pässe und Schüsse anbringt”, hatte der Coach gesagt. „Dass er die Klasse dazu hat, hat er in der Vergangenheit gezeigt. Er arbeitet hart an sich. Für sein Selbstvertrauen wäre es gut, wenn er mal ein Tor oder eine Vorlage beisteuert.“ Genau das ist zwei Tage nach dieser Ansage eingetroffen.


Der Außenbahnspieler selbst wollte nach dem Abpfiff nicht lange über seinen Premierentreffer sprechen, sondern behielt das große Ganze im Blick: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und konnten durch den Sieg im Aufstiegsrennen wieder anklopfen. Wir sind ein bisschen näher herangerückt, müssen aber in den nächsten Wochen weiter Siege einfahren“, analysierte Klaus nach dem Abpfiff.

Dass er einer von vier ehemaligen Hannoveranern in der Fortuna-Startelf war, machte die Sache noch ein wenig runder. „Ich habe vor ein paar Jahren schon für Hannover gegen den SC Freiburg getroffen“, erinnerte sich der Torschütze. „Meine Ex-Vereine scheinen mir einfach zu liegen.“ Am letzten Spieltag spielt die Fortuna übrigens gegen Greuther Fürth – den Verein, bei dem Klaus vor etwas über zehn Jahren zum Profi wurde. Je nachdem, wie die nächsten Wochen laufen, könnte dieses Spiel ein weiterer perfekter Zeitpunkt für ein Tor gegen einen Ex-Verein werden …