04.05.2021 | 1. Mannschaft

Viel gescholten und jetzt getroffen

IM FOKUS: Brandon Borrello erzielt sein erstes Fortuna-Tor

Nach dem Spiel gegen den Karlsruher SC könnte man zig Geschichten über Brandon Borrello erzählen. Kurzgefasst: Der Australier, der vor der Saison vom SC Freiburg an die Fortuna verliehen wurde, zeigte es gestern all seinen Kritikern.

Eine nette Anekdote vorweg: Nach dem Last-Minute-Sieg gegen den KSC wurde Brandon Borrello innerhalb der Mixed Zone von F95TV zur Partie interviewt. Das Gespräch musste mehrere Male unterbrochen werden, weil die Teamkollegen dem Australier zu seinem Spiel samt Premieren-Tor zum 2:1 gratulierten. Zwischenzeitlich fiel auch noch Edgar Prib aus dem Hintergrund ins Wort: „Feier den Brandon nicht zu viel“, so der 31-Jährige lachend und natürlich mit einem Augenzwinkern. Das alles zeigt, wie unglaublich beliebt Borrello bei seinen Mannschaftskameraden ist.

Leider ist der Flügelspieler nicht überall so geschätzt: „Brandon wird von den Medien und Teilen unserer Anhänger sehr kritisch gesehen. Ich habe da kein Verständnis für. Er ist ein absoluter Teamspieler und besitzt einen beneidenswerten Charakter“, so Cheftrainer Uwe Rösler auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.

In der 73. Minute ließ der Australier seine Kritiker etwa eineinhalb Minuten nach seiner Einwechslung verstummen. Eine Flanke von Kenan Karaman leitete Rouwen Hennings per Hacke an den zweiten Pfosten weiter. Borrello lief durch, markierte seinen ersten Pflichtspieltreffer im Fortuna-Trikot und die zwischenzeitliche Führung. „Ich freue mich sehr über mein Tor. Der Trainer hat vor dem Spiel gesagt, dass ich aktiv in der Box sein soll. Der Ball kommt dann an den zweiten Pfosten und ich laufe ein“, erklärte der 25-Jährige seinen Treffer. Nach diesem setzte er sogar zu einem kleinen Tänzchen an: „Meine Familie hat mir vor dem Spiel ein Video geschickt, auf dem sie ‚Just Dance‘ auf der Nintendo Switch spielen. Und sie meinten zu mir, dass ich auch so tanzen solle, wenn ich ein Tor schieße.“

Bei aller Kritik hat Borrello also die Freude am Spiel keineswegs verloren. Und es ist sehr gut möglich, dass der Australier auch in den letzten Saisonspielen ein wichtiger Faktor werden kann. „Ich sehe ihn jeden Tag. Er will immer besser werden. Wenn er so spielt und trainiert, wird er bei mir immer eine Chance kriegen“, so Uwe Rösler.

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