10.03.2006 | 1. Mannschaft

Vor dem Spiel gegen Erfurt: Eigentlich Fortuna gegen Fortuna

Mit Rot-Weiß Erfurt, Gegner am Samstag in der LTU arena (Anstoß 14 Uhr), hat Fortuna noch eine Rechnung zu begleichen. Dies sieht auch Chefcoach Uwe Weidemann so, der beim Pressegespräch im Vorfeld der Partie verdeutlichte, dass ihm der entgangene dreifache Punktgewinn in der Hinrunde noch sehr gut erinnerlich ist. "Wir haben das Spiel in der letzten Sekunde noch hergegeben. Das war ärgerlich, passte aber auch in gewisser Weise zu unserer negativen Serie, die wir damals absolviert haben."

Man schrieb die 90. Minute, als die Hausherren am Steigerwaldstadion noch den Ausgleich erzielten - eine von mehreren Partien in dieser Phase der Saison, wo die Rot-Weißen vom Flinger Broich buchstäblich im letzten Augenblick Punkte lassen mussten. Zwei Mal trafen die Mitteldeutschen und die Rheinländer bereits in diesem Jahr aufeinander: Bei den Turnieren in Erfurt und Sömmerda. Beide Male konnte sich das Team um Kapitän Dirk Böcker behaupten. Nun soll der dritte Sieg folgen.


"Ich bin heilfroh, dass es bei uns termingerecht weiter geht", sagte Weidemann in Hinblick auf die zahlreichen Spielausfälle, die witterungsbedingt derzeit zu beklagen sind. Fast bedauernd stellte der oberste Übungsleiter fest, dass Chemnitz seit Wiederaufnahme der Rückrunde erst ein einziges Spiel haben bestreiten können. "Das ist eine ziemlich schwierige Situation, wenn man wochenlang trainiert und keine Möglichkeit hat, seine Leistungen unter Wettkampfbedingungen abzurufen." Blenden lassen wolle man sich von der ausgesprochen schlechten Auswärtsbilanz, auch wenn das Team von Pavel Dotchev bislang nur drei Unentschieden in der Fremde erzielen konnte. Irgendwann platz doch immer der Knoten. Ich hoffe, dass es nicht ausgerechnet bei uns der Fall sein wird." Dabei hofft der gebürtige Thüringer in Diensten der Düsseldorfer natürlich auch auf eine bessere Zielsicherheit: "Wir hatten bis jetzt in jedem Spiel reichlich Torchancen. Es sind aber nicht nur unsere Stürmer gefordert." Erfurt werde sich sicherlich nicht darauf verlasen, nur über zu Hause gewonnene Spiele den Klassenverbleib zu schaffen. Dass der Gegner durchaus gute Leistungen bringen kann, habe man bei den Spielen gegen Lübeck oder auch in Emden gesehen, wo es sicherlich schwer sei, erfolgreich zu bestehen.
Man habe gegen die Zweitvertretung des Hamburger SV gesehen, dass die Gastmannschaften inzwischen mit dem nötigen Respekt in die LTU arena kommen. Daher würde kaum eine gegnerische Elf auf Sieg spielen - "Punkte müssen wir uns also regelrecht erarbeiten."


Nicht dabei sein wird Oliver Barth. Er hat weiterhin empfindliche Rückenprobleme, die immer noch aus der Hallenturnierserie Anfang Januar herrühren. Dort hatte er einen Pressschlag erlitten, weshalb es zwischen dem dritten und vierten Wirbel zu Verklebungen gekommen ist. Gestern erst war der Verteidiger in München in Behandlung bei Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt zu einer so genannten Spritzenkur, die wohl noch ein- bis zweimal wiederholt werden wird. "Ich hoffe natürlich, dass er so schnell wie möglich zurückkehrt, denn wir wissen doch alle, wie wichtig Olli für uns ist." Ebenfalls nicht dabei sein wird Hamza Cakir (5. Gelbe Karte). Bei den Langzeitverletzten Ben Abelski und Gerrit Bürk werde man wohl noch eine Weile abwarten müssen, doch verlaufe der Heilungsprozess positiv. Dafür ist Gabriel Czajor aller Wahrscheinlichkeit ab Montag wieder beim Training dabei.


Was bedeutet dies für die Aufstellung - insbesondere in Hinblick auf die Verteidigung. Hier zeigte sich Uwe Weidemann gewohnt wortkarg und verriet lediglich, dass Henri Heeren die Aufgabe zukommt, "die linke Seite dicht zu machen." Erstmals i der Startelf spielen könnte Julius Steegmann, der beim Trainer in der jüngsten Vergangenheit einen guten Eindruck hinterlassen hat. "Jule hat sich gut entwickelt vom Wintertrainingslager an bis jetzt, konnte kontinuierlich spielen hat, zuletzt noch am vergangenen Sonntag, sehr gut in der Zweiten gespielt. Und wenn einer gut dabei ist, hat er auch mal eine Chance verdient, von Anfang an zu spielen."


Kleine Anekdote am Rande: Die Wenigsten wissen wohl nur, dass nicht nur die Vereinsfarben der beiden Regionalligisten gleich sind. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Rot-Weiß Erfurt (das vor der politischen Wende Turbine Erfurt gehießen hatte) für einige Jahre sogar Namenscousine der Flingeraner: Ab 1948 bis in die 50er nannten sich die Thüringer ebenfalls Fortuna.

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