11.03.2012 | Verein

Kranzniederlegung zu Ehren von Paul Janes

Vorstandssprecher Peter Frymuth würdigt in seiner Gedenkrede Fortunas Rekordinternationalen

„In stiller Erinnerung – Fortuna Düsseldorf“. So lautete der Spruch auf der Schleife des Kranzes, den am Sonntag Vorstandssprecher Peter Frymuth im Beisein von Ehrenpräsident Hans-Georg Noack, den Ehrenratsmitgliedern Herbert Kreidt und Dieter Bierbaum sowie Vereinsarchivar Marco Langer am Grab von Paul Janes auf dem Stoffeler Friedhof niederlegten, um anschließend in einer Schweigeminute seiner zu gedenken. Am 12. Juni 1987 verstarb Paul Janes im Alter von 75 Jahren in Düsseldorf. Am heutigen 11. März 2012 wäre die Fortuna-Legende, die vor knapp drei Jahren von den Anhängern der Rot-Weißen in die Jahrhundertelf gewählt wurde, 100 Jahre alt geworden.

  • Foto: In Gedenken an Paul Janes (von links nach rechts): Marco Langer, Dieter Bierbaum, Herbert Kreidt, Hans-Georg Noack und Peter Frymuth.

„Fortuna Düsseldorf ist Tradition. Und dazu gehört natürlich Paul Janes. Er feiert heute seinen 100. Geburtstag – wenn auch leider nicht unter uns, so doch irgendwo anders“, begann Peter Frymuth seine Rede am Grab des 71-fachen Nationalspielers, der in seiner langen und erfolgreichen Zeit bei der Fortuna als größten Triumph den Gewinn der Deutschen Meisterschaft 1933 durch einen 3:0-Sieg im Endspiel über den FC Schalke 04 feierte.

„Tradition ist die Grundlage eines erfolgreichen Vereinslebens. Daher ist es für uns eine große Ehre, an diesem Tag mit dieser Kranzniederlegung Paul Janes, einem ganz besonderen Menschen, zu gedenken. Er war und ist mit der Historie der Fortuna so eng verbunden wie kaum ein anderer“, so Frymuth weiter.

Im Alter von 18 Jahren kam Paul Janes aus Küppersteg, dem heutigen Stadtteil von Leverkusen, an den Flinger Broich nach Düsseldorf. Er war ein Spieler, der den „gewissen Unterschied“ ausmachte. Sein Debüt für die von Heinrich „Heinz“ Körner trainierte Fortuna gab der Maurerlehrling an Weihnachten 1930. Beim 2:0 über den Lokalrivalen TuRU Düsseldorf krönte der Rechtsverteidiger seine gute Leistung durch seinen Treffer zum 2:0-Endstand. Es sollte der Auftakt zu einer ganzen Reihe von hervorragenden Auftritten im Trikot mit dem „F95“-Emblem auf der Brust sein. Aufgrund seiner Angewohnheit, über die eigenen Belange selten ein Sterbenswörtchen zu verlieren, wurde er von seinen Weggefährten fortan nur der „große Schweiger“ genannt.

Aber nicht nur national machte er sich auf sich aufmerksam. In 71 Länderspielen kam Janes zwischen 1932 und 1942 zum Einsatz und erzielte dabei 7 Tore. Gleich 31 Mal führte er die deutsche Auswahl als Kapitän auf den Platz. 1938 nahm er an der Fußball-Weltmeisterschaft in Frankreich teil. Fast drei Jahrzehnte lang war er Deutschlands Rekordnationalspieler, bevor er von Uwe Seeler (Hamburger SV) abgelöst wurde.

Für die Fortuna lief er noch bis in die Saison 1950/51 auf, bevor er im Alter von 39 Jahren seine aktive Laufbahn beendete. Danach folgte für ihn noch eine Karriere als Trainer bei den Rot-Weißen. Später führte er eine Sportlerklause. Am 12. Juni verstarb er auf dem Rückweg vom freitäglichen Frühschoppen mit Freunden in der Altstadt in der Straßenbahn, als er eine Herzattacke erlitt.

Im Jahre 1990 würdigte die Fortuna „ihren“ Paul Janes bereits ganz besonders. Das Stadion am Flinger Broich, der Heimat der Fortuna, wurde in Paul-Janes-Stadion umbenannt. Bis heute bleibt dieser Ausnahme-Fußballer, einer der ganz Großen des Vereins, im Gedächtnis aller Rot-Weißen.

Der Verein Fortuna Düsseldorf wird Paul Janes stets ein würdiges Andenken bewahren.

Foto (Christof Wolff): In Gedenken an Paul Janes (von links nach rechts): Marco Langer, Dieter Bierbaum, Herbert Kreidt, Hans-Georg Noack und Peter Frymuth.

 

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