07.04.2019 | 1. Mannschaft

„...erstmal schauen, wie viel ich gelaufen bin“

IM FOKUS: Benito Raman überzeugt mit Tempo und Torjägerqualität

„In der Jugend fragten sie mich, warum ich kein Sprinter geworden bin“, sagte Benito Raman in der vergangenen Ausgabe der "Fortuna Aktuell". Die Antwort darauf gab der Belgier insbesondere an den letzten beiden Bundesligaspieltagen. Zunächst glänzte er mit drei Assists gegen Borussia Mönchengladbach, diesmal dann als doppelter Torschütze im Berliner Olympiastadion. So sicherte der pfeilschnelle Flügelspieler drei wichtige Punkte für die Fortuna und sich selbst den ersten Platz in der internen Torjägerliste.

„Ich hätte niemals erwartet, hier heute zwei Tore zu machen. Dass es so gekommen ist, macht mich aber unglaublich glücklich“, sagte der Matchwinner nach einem gelungenen Auftritt in Berlin. Dabei strahlte der charismatische Belgier mit der Sonne um die Wette und ließ sich zudem ausgiebig im Kreise der Mannschaft vor den knapp 5.000 mitgereisten Fortuna-Fans feiern.

Seine beiden Treffer sind für Raman ein zusätzlicher Lohn für die persönliche Formkurve der vergangenen Wochen: „Im Verlauf der letzten Wochen habe ich gemerkt, dass ich mich weiter verbessert habe und Selbstvertrauen tanken konnte. Ich muss auch erstmal schauen, wie viele Kilometer ich heute wieder gelaufen bin.“ Es dürften wieder einige Laufmeter auf das Konto des Belgiers geflossen sein, vor allem nach seinem zwischenzeitlichen Führungstreffer zum 1:0. Ein langer Ball in die Spitze, den Turbo gezündet und dann das Spielgerät über Rune Jarstein hinweg ins Tor geschlenzt – ein Treffer, maßgeschneidert für einen offensiven Flügelspieler wie Raman, der von seinem Tempo und hohem Laufpensum profitiert.

Mit seinem Siegtreffer in Halbzeit zwei bugsierte sich Raman mit neun Toren auf den ersten Rang unter den Fortuna-Torjägern. In seinen 24 Einsätzen bewies der Belgier seine Vielseitigkeit in dieser Angelegenheit: Nachdem er viermal als Joker traf, erzielte er seine restlichen fünf Treffer als Teil der Startelf – inklusive des Assist-Dreiers gegen die „Fohlen“. „Wir haben hier unser Spiel spielen können. In der letzten Woche habe ich die Assists gegeben und diese Woche konnte ich zweimal treffen. Es ist jedes Mal anders, in dieser Mannschaft hatten schon viele ihren Anteil an Torerfolgen. Dabei versuche ich immer, meine Chancen zu nutzen, auch wenn es nicht immer klappt.“

In Demut übt sich der bescheidene Belgier trotz alldem beim Blick auf die Tabelle: „Unser Vorsprung von 16 Punkten auf Stuttgart und 20 auf Nürnberg ist schon groß, natürlich stehen wir da nicht mehr unter einem immensen Druck. Aber wir können uns erst wirklich sicher sein, wenn wir nach Punkten durch sind.“ Dabei richtet auch der 24-Jährige den Fokus auf die noch anstehenden Aufgaben, darunter die drei verbleibenden Heimspiele. Unter anderem auch das kommende gegen den FC Bayern München, wo Raman auch den Tabellenführer mit seinem sprintstarken Spielstil ärgern will.

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