04.08.2021 | Verein

"Ich bin nicht wegen der tollen Stadt gekommen, sondern weil wir erfolgreich sein wollen"

Christian Preußer zu Gast im F95-Podcast bei Oliver Bendt

In der neuen Folge "Rot & Schweiß" war Cheftrainer Christian Preußer zu Gast. Von dem gebürtigen Berliner erfahren die Zuhörer, wo es in der Hauptstadt die beste Currywurst gibt, welche Position ihm beim American Football am besten liegt und was er von Kabinenmusik hält. Außerdem redet der F95-Trainer über die Jugendförderung im deutschen Profifußball und erklärt, wie seine Schützlinge in Freiburg den Sprung zu den Profis, und jetzt sogar zu Olympia, schafften. Auch bei der Fortuna hat er die Talente aus den U-Mannschaften bereits im Blick und freut über seine entwicklungsfähige Mannschaft.

Preußer wuchs in Ost-Berlin auf und kehrt auch heute noch gerne in seine Heimat in Treptow-Köpenick zurück. Im benachbarten Altglienicke begann der heutige F95-Coach mit dem Fußball, trainierte schon im jungen Alter die U15, war erfolgreich und entwickelte eine Passion für das Trainer-Dasein. Parallel zu seinem Sportmanagement-Studium begann er ein Praktikum bei Rot-Weiß Erfurt und stieg dort zum U19-Trainer und Leiter des NLZ auf. "Diese Zeit war sehr prägend, weil ich mich ausprobieren konnte und von der U12 bis zur U19 alles miterlebt habe", blickt Preußer dankbar auf seine Erfurter Zeit zurück. Das Kapitel bei Rot-Weiß schloss er als Cheftrainer in der 3. Liga ab.

Es folgte der Schritt zur zweiten Mannschaft des SC Freiburg, die damals in der Oberliga spielte. "Das Gesamtkonzept des Sport-Clubs ist außergewöhnlich und nachhaltig. Das ist das Erfolgskonzept", berichtet Preußer über die Strukturen beim SC. In der U23 lernte er, Spieler an die Profimannschaft heranzuführen, denn es wurde nicht, wie zuvor in der 3. Liga, "knallhart nach Ergebnissen abgerechnet".  

Nach fünf Jahren im Breisgau bringt der Übungsleiter seine Erfahrungen mit nach Düsseldorf: "Die Jahre haben mein Trainerprofil geschärft. Ich habe gelernt, dass man sein Spielsystem an die Spieler anpassen muss, um Schwächen zu kaschieren und Stärken hervorzuheben", erklärt Preußer seine Philosophie.  

Mit der Fortuna führte Preußer im Frühjahr zahlreiche Gespräche und freute sich, als er die Zusage bekam. "Gleichzeitig ging damit auch die Arbeit los. Ich möchte hier nachhaltig etwas aufbauen, was bei solch einem Traditionsverein nicht so einfach ist, weil der Ergebnisdruck groß ist", weiß Preußer um die Schwierigkeit seiner Aufgabe. Auch mit der Medienpräsenz weiß der Coach umzugehen: "Es ist cool, dass Fortuna Interesse weckt und über den Verein gesprochen wird", genießt er die Strahlkraft des Vereins sogar ein wenig: "Dennoch bewerten wir unsere Leistungen zunächst intern. Die Einschätzungen von außen kommen dann von allein dazu". Der sympathische Berliner versucht dabei viel mit den Spielern zu kommunizieren und ihnen Entscheidungen zu erklären.  

Entspannung findet Preußer derweil in den eigenen vier Wänden und versucht den Fußball weitestgehend vom Privatleben zu trennen: "Trotzdem lassen mir emotionale Spiele, wie zuletzt gegen Bremen, auch zuhause keine Ruhe. Solch eine Niederlage beschäftigt mich. Aber das macht einen ehrgeizigen Trainer vermutlich auch aus", erklärt der Coach seine Gefühlslage nach hitzigen Spielen.

Die Atmosphäre in der Merkur Spiel-Arena fand Preußer schon bei seinem ersten Heimspiel beeindruckend und hofft, dass zukünftig noch mehr Zuschauer F95-Heimspiele besuchen dürfen. "Die Gegner sollen aufgrund der Atmosphäre das Gefühl bekommen, dass es schwierig ist, Spiele in Düsseldorf zu gewinnen. Die Stimmung kann beflügeln und uns auch über schlechte Phasen hinweghelfen. Dennoch respektiere ich jeden, der in der aktuellen Situation noch nicht ins Stadion kommen möchte", ordnet der Fortuna-Trainer die Rolle der Zuschauer ein.

Den Podcast und alle weiteren Folgen sind auf Spotify, der Fortuna-Homepage und in der F95-App verfügbar.

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