23.05.2012 | Verein

„Wir haben alles selbst in der Hand“

U19-Trainer Sinisa Suker im Interview

Am Sonntag, 3. Juni (11 Uhr), empfängt Fortunas U 19 im letzten Saisonspiel die Mannschaft vom WSV Borussia. Sollten die Schützlinge von Coach Sinisa Suker diese Partie für sich entscheiden, ist der Klassenerhalt gesichert. Neben der Fortuna (28 Punkte) stecken auch noch Alemannia Aachen (29), der Bonner SC (28) und RW Oberhausen (28) im Abstiegskampf. Vor dem spannenden Finale spricht Suker über sein Team und die Situation in der U19-Bundesliga.

Sinisa Suker, am Sonntag hat Ihre Mannschaft eine große Chance zum Klassenerhalt nicht genutzt. Wie bewerten Sie die Niederlage in Münster?
Als sehr bitter. Ich fühlte mich an das Champions-League-Finale vom Samstagabend erinnert. Wir hatten 13 Einschuss-Möglichkeiten, davon waren acht hochkarätig. Wenn es zur Pause 5:1 für uns steht, darf sich niemand beklagen. So kassieren wir nach dem Wechsel früh das 1:2 und dann hat man sehen können, dass unsere Jungs nicht mehr den richtigen Weg gefunden haben. Es ist nicht einfach für die Jungs, plötzlich mit solchen Situationen umgehen zu müssen. Aber das ist auch positiv, weil meine Spieler diese Erfahrungswerte mitnehmen.  

Es ist also Kopfsache?
Natürlich spielt das eine große Rolle. Unsere Aufgabe ist es nun, im Training Drucksituationen aufzubauen, damit die Jungs das lernen. Auf der anderen Seite freuen wir uns aber auch sehr auf das Wuppertal-Spiel. Wir haben alles selbst in der Hand, das ist eine gute Ausgangsposition.

Der WSV ist tabellarisch die schlechteste Mannschaft der Liga. Ist es ein Vorteil, dass es für den Gegner um nichts mehr geht?
Auf die Tabelle brauchen wir überhaupt nicht zu gucken. Wir haben in der Rückrunde gegen Aachen und Ahlen verloren, gegen Bonn Unentschieden gespielt, dafür aber gegen Köln und Gladbach gewonnen. Es wäre fast besser, gegen ein Team aus den Top vier spielen zu müssen. Aber ich bin mir sicher, dass die Spieler vom WSV sich noch einmal beweisen wollen.

Werden Sie sich informieren, wie es auf den anderen Plätzen steht?
Ich kann mir natürlich einen Live-Ticker auf die Trainerbank legen, aber das bringt doch nichts. Wir müssen unseren Job machen und uns darauf fokussieren. Wir sollten die Kontrolle behalten und an unsere eigene Stärke glauben.

Wenn es gegen Wuppertal mit dem Klassenerhalt klappen sollte, kann man dann von einer gelungenen Saison reden?
Natürlich wollen wir in der kommenden Spielzeit weiterhin in der höchsten Klasse spielen. Wir wollen uns weiterhin in der Liga etablieren. Nun sind wir ein gewagtes Jahr eingegangen und haben neun Jungjahrgänge eingebaut, damit diese Erfahrungen sammeln. Das hat gut funktioniert. Für uns ist eine Saison außerdem gelungen, wenn wir Kicker an die eigene U 23 heranführen konnten.

Die Tabellensituation im Keller ist unheimlich eng. Spricht das für die Ausgeglichenheit der Mannschaften, die in den Abstiegskampf verwickelt sind?
Es ist so, dass es in dieser Saison unheimlich viele komische Ergebnisse gab. Das kann man auch aus unserer Sicht so sagen. Wir haben Teams, die um die Meisterschaft mitgespielt haben, zur Verzweiflung gebracht. Allgemein hat die U19-Bundesliga ein Niveau erreicht, das vieles möglich macht. Es gibt sechs Truppen, die vorne dabei sind, der Rest prügelt sich um den Klassenerhalt.

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