23.01.2013 | 1. Mannschaft

Fortunas Bundesliga-Premiere im Borussia Park

Am Samstag steht das Derby in Mönchengladbach an

Als die Fortuna zum letzten Mal zu einem Bundesliga-Spiel nach Mönchengladbach reisen musste, steuerte der damalige Busfahrer noch das Stadion am Bökelberg an. Inzwischen ist die heimische Borussia längst umgezogen und spielt schon seit 2004 im Borussia Park. Zum ersten Mal findet am kommenden Samstag, 26. Januar, um 15.30 Uhr an diesem Ort ein Pflichtspiel zwischen den beiden Vereinen statt.

Am 29. März 1997 spielten die Rot-Weißen zum letzten Mal in der Bundesliga in Gladbach. Ioan Lupescu per Foulelfmeter und Jörgen Pettersson verhalfen den „Fohlen“ zu einem glanzlosen 2:0-Sieg. Die Reisen an den Niederrhein waren schon lange nicht mehr von Erfolg gekrönt. Den letzten Erfolg gab es 1984, als Hans Holmquist und Gerd Zewe die beiden Tore zum 2:0-Auswärtssieg erzielten.

All diese Begegnungen aus der Vergangenheit spielen am Samstag keine Rolle mehr, wenn sich die beiden Kapitäne Filip Daems und Andreas „Lumpi“ Lambertz bei der Platzwahl gegenüberstehen. Schon zwei Mal gab es in dieser Saison das Aufeinandertreffen zwischen der Borussia und der Fortuna. Am zweiten Spieltag gab es beim Teilausschluss in der ESPRIT arena ein torloses Unentschieden. Auch in der 2. Runde des DFB-Pokals gab es in den ersten 90 Minuten keine Tore, bis der eingewechselte Nando Rafael in der ersten Hälfte der Verlängerung den entscheidenden Treffer des Tages erzielte und für grenzenlosen Jubel im ausverkauften Stadion sorgte.

In der Liga lief es in der Hinrunde für Trainer Lucien Favre zufriedenstellend. Der Schweizer steht derzeit mit seinem Team auf einem ordentlichen achten Tabellenrang. Während die Elf vom Niederrhein zunächst nur schwer in Schwung kam, stimmten die Resultate vor allem vor der Winterpause. Während die beiden Heimspiele gegen den VfL Wolfsburg und den FSV Mainz 05 mit 2:0 gewonnen wurden, konnte man auswärts gegen die Spitzenteams vom FC Schalke 04 und vom FC Bayern München (beide 1:1) einen Zähler mit nehmen. So haben die Gladbacher derzeit Tuchfühlung auf die europäischen Plätze.

Apropos Europa: Auch im internationalen Geschäft sind die „Fohlen“ nach wie vor vertreten. In der Europa League treffen sie in der Zwischenrunde auf Lazio Rom. Dann kommt es auch zu einem Wiedersehen mit Miroslav Klose, der in seiner zweiten Saison für die Römer auf Torejagd ging. Sollten sich die Borussen durchsetzen, würden sie im Achtelfinale auf den Sieger der Partie VfB Stuttgart gegen KRC Genk treffen. Aber zunächst einmal muss noch die Hürde Tabellenvierter der Serie A genommen werden.

In der Hinrunde waren die Augen vor allem auch auf die drei hochkarätigen Neuzugänge gerichtet. Während Alvaro Dominguez, der vor der Saison von Atletico Madrid kam, in der Innenverteidigung mehrfach überzeugen und sogar zwei Treffer erzielen konnte, haben Granit Xhaka im zentralen Mittelfeld und Luuk de Jong in der Sturmspitze noch nicht überzeugen können. Der Niederländer fiel die halbe Hinrunde mit einer Kapselverletzung aus und absolvierte lediglich sieben Partien, schoss dabei zwei Tore.

Bester Torschütze bei der Borussia ist bisher Juan Arango. Der Venezolaner mit dem linken Zauberfuß erzielte in der Hinrunde ein Traumtor nach dem anderen und war gleich mehrfach zum Tor des Monats nominiert. Darüber bereitete der 32-Jährige sechs Treffer vor. Vor allem seine Standards sorgen immer wieder für eine Menge Gefahr. Neben ihm im Mittelfeld waren Havard Nordtveit und Patrick Herrmann die herausragenden Figuren im Spiel der Gladbacher.

Eine Neuverpflichtung für den Lizenzspielerkader gab es bisher noch nicht. Lediglich Sven Michel von den Sportfreunden Siegen wurde für die U 23 verpflichtet, bekommt aber nach dem kommenden halben Jahr die Möglichkeit, sich auch im Bundesliga-Team zu beweisen. „Er hat in Siegen seine Qualitäten unter Beweis gestellt und ist ein talentierter Spieler mit Perspektive“, erklärte Sportdirektor Max Eberl die Verpflichtung.

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