02.06.2020 | Verein

„Wir müssen alle Kräfte bündeln“

Uwe Klein offiziell als Sportvorstand vorgestellt

Seit Montag ist Fortunas vorheriger Direktor Scouting und Kaderplanung Uwe Klein Sportvorstand beim Traditionsverein aus Flingern. Auf einer digitalen Pressekonferenz wurde der 50-Jährige am Dienstagmorgen offiziell durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Björn Borgerding vorgestellt. Das waren die wichtigsten Aussagen der Pressekonferenz.

  • Sportvorstand Uwe Klein und der Aufsichtsratsvorsitzende Björn Borgerding.

Björn Borgerding über…

…Lutz Pfannenstiel:
„Lutz hatte am Samstag sein letztes Spiel gegen den FC Bayern, davor hat er uns noch einen Heimsieg gegen Schalke 04 geschenkt. Ich möchte die Chance nutzen, um mich noch einmal offiziell bei Lutz zu bedanken – Danke für anderthalb Jahre, in denen Du Dich voll eingebracht hast und engagiert zu Werke gegangen bist! Wir wünschen Lutz privat und beruflich alles Gute für die Zukunft.“

…Uwe Klein: „Nachdem Lutz uns mitgeteilt hat, seinen Vertrag aus privaten Gründen auflösen zu wollen, war für uns schnell klar, dass wir mit Uwe in die Gespräche bezüglich Lutz‘ Nachfolge gehen würden. Die Gespräche waren sehr fair und zielführend, sodass wir eine schnelle Einigung herbeiführen konnten. Wir wünschen Dir, Uwe, dass Du immer ein glückliches Händchen für unsere Fortuna haben wirst, dass wir dieses Jahr die Klasse halten und viele erfolgreiche Jahre vor uns liegen. Unsere Rückendeckung hast Du.“

Uwe Klein über…

…seinen Amtsantritt als Sportvorstand:
„Als ich 2002 als Co-Trainer in der Oberliga bei der Fortuna angefangen habe, hätte ich niemals gedacht, dass die Entwicklung dahingeht, dass ich 18 Jahre später als Sportvorstand hier sitze. Es war eine außergewöhnliche Zeit, wenn auch mit einer kurzen Unterbrechung. Ich habe in den letzten Jahren sehr viele Leute im und um den Verein kennen und schätzen gelernt.“

…Vertragsverhandlungen in der aktuellen Situation: „Jeder Verein hat mit den gleichen Problemen zu kämpfen – niemand weiß so recht, wie es weitergeht und wann wieder mit Zuschauern gespielt werden kann. Wir befinden uns trotz allem in vielen Gesprächen mit Beratern, mit Spielern und natürlich auch mit unserer eigenen Mannschaft. In den Gesprächen geht es immer um verschiedene Szenarien und natürlich auch um unsere Ligazugehörigkeit. Wir sind an verschiedenen Spielern interessiert, die erst noch abwarten wollen, in welche Richtung es bei uns geht.“

…die Entwicklungen auf dem Transfermarkt: „Im Moment gibt es nur wenige Clubs, die große Transfers abschließen. Aktuell konzentrieren sich die Vereine darauf, mit ihren eigenen Spielern zu verlängern. Niemand macht große Sprünge, alle beobachten den Markt. Spieler, Berater und Vereine werden sich in Gesprächen alle ein Stück weit anpassen müssen, aber wohin das genau führt, kann niemand so recht sagen. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass alle Parteien professionell mit der Situation umgehen und vernünftige Lösungen finden werden.“

…interne Prozesse in den letzten Wochen: „Wir haben im NLZ unsere Strukturen vorangetrieben, mit mehreren Trainern verlängert und in Sinisa Suker einen Junioren-Cheftrainer installiert. Wir haben die Verträge des gesamten Profi-Trainerteams verlängert. Intern haben wir unsere Hausaufgaben sehr gut erledigt. Damit sind wir bestmöglich für die Zukunft aufgestellt.“

…kurz- und langfristige Ziele: „Das kurzfristigste Ziel ist es, das Spiel am Samstag gegen Hoffenheim bestmöglich zu gestalten und zu gewinnen. Auch wenn es eine Phrase ist, müssen wir im Moment von Spiel zu Spiel denken. Es bleibt uns aktuell nichts anderes übrig. Der Druck steigt, denn die Spiele bis zum Saisonende werden immer weniger. Im Moment ergibt es keinen Sinn, über langfristige Ziele zu sprechen, weil wir alle Kräfte bündeln müssen, um in dieser Liga zu bleiben.“

…den ungewöhnlichen Start-Zeitpunkt kurz vor Saisonende: „Keiner konnte damit rechnen, dass es so kommt, denn eigentlich wäre die Saison am 1. Juni schon beendet gewesen. Ich denke aber nicht groß darüber nach, sondern nehme die Situation so an, wie sie ist, und versuche, das Beste draus zu machen.“

…Leihgeschäfte: „Es ist immer das Ziel, einen Spieler fest zu verpflichten. Aus finanziellen Gründen sind uns aber in manchen Situationen ganz einfach die Hände gebunden. Einige Spieler in den letzten Jahren hätten wir uns nicht leisten können, doch wir hatten trotzdem die Chance, sie auszuleihen – beispielsweise Florian Neuhaus oder Dodi Lukebakio. Beide haben uns nach vorne gebracht. Natürlich wollen wir Spieler fest in unseren Reihen haben und die Transferrechte an den Spielern besitzen, aber Leihgeschäfte sind für uns – und auch für die abgebenden Vereine – immer eine Option.“

…seine neue Rolle: „In den letzten Jahren habe ich viel im Hintergrund gearbeitet und meinen Job erledigt. Ich war nicht der, der sich nach vorne gedrängt hat. Ein Stück weit wird sich das nun ändern – ich werde mehr mit Journalisten in den Dialog treten und mich vor die Kameras stellen müssen. Aber auch auf diesen Teil meiner neuen Aufgabe freue ich mich schon.“

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