10.05.2018 | Traditionsmannschaft

F95-Legende: Fred Hesse und seine Meisterspieler von 1993

Klassentreffen der A-Jugend-Niederrheinmeister nach 25 Jahren

Vor einem Vierteljahrhundert war dies die letzte A-Junioren-Mannschaft der Fortuna, die die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft erreicht hat. Unter der Leitung der F95-Legende Fred Hesse wurde die damalige A1 der Flingeraner Niederrheinmeister. Nun kamen sie kürzlich (fast) alle wieder zusammen, um ihren „Coach“ zu treffen.

„Es geht hierbei überhaupt nicht um uns, sondern einzig und allein um den Coach“, stellte von vornherein Organisator und Ex-Fortune Sascha Walbröhl die Bedeutung dieses Treffens klar. Fred Hesse (Platz 8 in der Ewigen Bestenliste mit 341 Pflichtspieleinsätzen und 19 Toren für die Fortuna) hatte damals die 17- und 18-Jährigen zum Gewinn der Niederrheinmeisterschaft geführt. Es ist bis heute der letzte Tite in dieser Altersklasse, die Jahre später reformiert und in die A-Junioren-Bundesliga umgewandelt wurde. Somit war die Endrunde zur Deutschen Meisterschaft erreicht, in der jedoch die jungen 95er gegen den traditionell starken Nachwuchs vom VfB Stuttgart, der von Ralf Rangnick gecoacht wurde, in zwei Spielen das Nachsehen hatten.

Selbstverständlich wurden - wie bei solchen Klassentreffen nach so langer Zeit üblich - die Anekdoten von einst erzählt. „Bei einem Hallenturnier haben wir gegen Ajax Amsterdam deutlich verloren. Daraufhin hat uns der Trainer in den Bus geholt und wollte sofort wieder nach Hause fahren,“ berichtet Walbröhl mit einem verschmitzten Lächeln auf den Lippen. „Wir haben uns dann hingesetzt, über alles gesprochen und sind ins Endspiel gekommen. Dort trafen wir wieder auf Ajax… und haben gewonnen!“. Walbröhl schaffte damals zwar nicht ganz den Sprung in die Erste Mannschaft der Rot-Weißen, machte aber Station bei Alemannia Aachen, wo er auf einige Zweitliga-Einsätze kam, sowie dem Wuppertaler SV. Heute trainiert er erfolgreich die U17-Mannschaft der SG Unterrath in der B-Junioren-Bundesliga. „Ich habe mir viel von Fred Hesse und seinen Trainingsmethoden abgeschaut sowie von Werner Fuchs (sein Trainer in Aachen, Anm. d. Red.),“ sagt Walbröhl im Rückblick. Hesses Ehefrau Brigitte bestätigt: „Fred hat sich immer hingesetzt und vorher einen neuen Trainingsplan erstellt!“.

Was wurde aus den Anderen?

Chrissovalantis „Valandi“ Anagnostou hatte nach seiner Zeit in Düsseldorf (ein Pflichtspiel) noch einige erfolgreiche Jahre bei Borussia Mönchengladbach mit mehreren Bundesligaeinsätzen. Rasim Suksur wurde in der Saison 1996/97 mit Galatasaray Istanbul türkischer Meister. Andere Akteure von damals, wie Markus Poppelreuter Sanci, spielten immerhin in den obersten Amateurklassen bis hin zur 3. Liga.

Ein Zufall hatte Walbröhl und Hesse vor einigen Wochen wieder zusammengeführt. Auf dem Carlsplatz liefen sie sich über den Weg und erzählten sich schnell gegenseitig die heiteren Geschichten von einst. Damit war das Treffen beschlossen, an dem bis auf wenige Absagen und den leider verstorbenen Torhüter Markus Paßlack, der im Sommer 1998 während eines Probetrainings in Ulm einen Herztod erlitt, alle Spieler von damals teilnahmen. Fred Hesse selbst war überwältigt von der großen Resonanz, bot zwischenzeitlich seinen Jungs das „Du“ an und stellte fest: „Ich bin nicht der Typ, der in Freudentränen ausbricht. Aber ich freue mich riesig. Das habt ihr richtig gut gemacht!“.

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